Am Sonntag war der VeloRUN und mein Training war – wie bereits erwähnt – eher lückenhaft. Also so „Ich trainiere einfach mal einen ganzen Monat nicht“-lückenhaft…

Umso nervöser war ich also wegen des Laufs am Sonntag.

Immerhin ist mein letzter 10-Kilometer-Bewerb schon etwas länger her. Nämlich etwa zwei Jahre… Zwei Jahre in Folge habe ich beim Frauenlauf in Wien entschieden, die fünf Kilometer zu laufen, statt mich umzubringen. Ich glaube, das waren beide Male gute Entscheidungen. Gleichzeitig war ich ein wenig enttäuscht, nicht wie die Jahre davor zehn Kilometer zu laufen.

Ende Juni war ich dann in Baden beim Badener Frauenlauf am Start, bei dem ich mich an die sieben Kilometer wagte – und es war super! Ich war zwar die vorletzte Frau im Ziel, aber gut…

Es waren ja insgesamt nur 30 Frauen beim Frauenlauf dabei, also ist das schon okay.

Problematisch war damals nur, dass ich mir die Strecke im Vorhinein nicht angeschaut habe. Mein Plan war nämlich, einfach den anderen nachzulaufen. Blöderweise war ich einfach viel langsamer als die anderen und lief die ganze Zeit alleine. Die Strecke war noch dazu an manchen Stellen einfach wirklich nicht gut angeschrieben, leider. Dank mancher Zuschauer*innen hab ich den Weg dann aber doch gefunden. 😀

Ansonsten war der Lauf Ende Juni wirklich gut und ich war ungemein stolz, dass ich nach zwei Jahren mal wieder mehr als fünf Kilometer bei einem Bewerb geschafft habe. Auch meine Zeit von 50 Minuten ist für meinen derzeitigen Trainingsstand wirklich in Ordnung.

Nach dem Badener Frauenlauf wollte ich den Sommer nutzen, um von den sieben Kilometern gemütlich auf die zehn Kilometerzu kommen. Prinzipiell hatte ich dafür ja zweieinhalb Monate Zeit. Also ausreichend Zeit. Prinzipiell. Wenn man dann auch wirklich trainiert… 😉

Kurzum… Ich habe definitiv nicht so trainiert, wie ich wollte und sollte. Also ja, ich war wirklich nervös am Sonntag in der Früh.

Die Strecke habe ich mir diesmal sogar angeschaut, aber nachdem man beim VeloRUN sowieso nur das Helenental hin und den selben Weg wieder zurück läuft, war das diesmal nicht so eine Herausforderung – auch wenn ich (Spoileralarm) auch diesmal wieder einige Zeit alleine unterwegs war. 😀

Die Strecke des Laufs war wirklich sehr schön. Es ist zwar alles gerade, aber doch mit ein paar Kurven, damit es nicht fad wird. Zwischendurch ging es leicht bergauf, was aber machbar war. Außerdem ist ein großer Teil der Strecke im Schatten, was definitiv eine tolle Sache ist.

Nach fünf Kilometern das Tal entlang kam der Umkehrpunkt und von dort ging es wieder den selben Weg zurück. Normalerweise kann es ziemlich öde werden, einfach nur hin und zurück zu laufen. Nachdem ich die Strecke aber bisher nur mit dem Auto gefahren bin, kenne ich sie kaum und fand es schön, mir alles ganz genau anzuschauen. Außerdem war ich dank des „Gegenverkehrs“ dann doch nicht so viel alleine. Dadurch konnte ich sogar die schnellsten Starter*innen anfeuern, als sie mir bei Kilometer drei schon wieder entgegen kamen. Sie waren definitiv schneller als ich im Ziel. 😀

Obwohl ich zwischen Kilometer zwei und vier immer wieder Seitenstechen hatte, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass es echt gut läuft. Dennoch hatte ich ein wenig Angst, dass mir doch irgendwann die Energie aus geht.

Nachdem ich bei Kilometer acht vorbei war, war mir dann aber klar, dass ich es ins Ziel schaffe, ohne zu gehen. Außer bei der Trinkstation bei Kilometer sieben, weil ich schlichtweg nicht aus einem Becher trinken und gleichzeitig laufen kann.

Also jaaa, ich hab es geschafft! Meine Persönliche Bestzeit von 1:07 hab ich natürlich bei weitem nicht geknackt, aber das wäre auch der trainierten Conny von damals gegenüber eine Frechheit gewesen. 😀

Nach 1:15 war ich jedenfalls happy im Ziel. Zielsprint gab es keinen, weil das Zielschild so klein war, dass ich es fast übersehen hätte. 😀

Der erste Platz war es zwar nicht, aber immerhin vierter! Also von hinten gezählt natürlich. 😀

Besonders wichtig war für diesen Lauf übrigens eines: Musik!

Früher war ich ja immer ohne Musik laufen. Diesmal habe ich aber gedoped. Anders kann ich es gar nicht nennen, denn ganz ehrlich? Dass ich die zehn Kilometer so fröhlich und gut gepackt habe, lag sicherlich auch an der musikalischen Begleitung.
Es hat sich also ausgezahlt, am Vorabend noch schnell neue Lieder in meine Laufplaylist zu schmeißen. Meine Playlist wäre nämlich in ihrer ursprünglichen Form zu kurz gewesen für den VeloRUN, immerhin war sie nach 45 Minuten fertig gehört. Also musste neues Zeug her!

Normalerweise teste ich eine Playlist erst bei einem Trainingslauf, bevor sie bei einem Bewerb zum Einsatz kommt – das ging diesmal aber logischerweise nicht mehr. Obwohl mich das anfangs verunsichert hat, war das einer der motivierendsten Punkte! Ich wusste nämlich nie so recht, welche Lieder noch kommen und war einfach gespannt auf das nächste Lied. Außerdem bin ich mit dem Resultat der Liste allgemein sehr zufrieden.

Neugierig geworden? Dann such dir meine Laufplaylist gerne auf Spotify raus. Sie hat den wunderbar-kreativen Namen „Conny läuft“. 😉

Fehlt dir ein Lied auf der Playlist? Dann hinterlass mir doch gern einen Kommentar!

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