Zwei Wochen ist er jetzt her, der letzte Sonntag im Mai. Läuferinnen* in Wien wissen sofort, worum es geht: Um den Frauenlauf 2019! Auch heuer war ich natürlich mit dabei, diesmal gemeinsam mit meiner Schwägerin. 🙂

Eigentlich beginnt der Frauenlauf für mich immer einen Tag vorher, also am Samstag, mit dem Abholen der Startunterlagen. Diesmal ging das leider nicht, weil ich wieder mal bei einer Ausbildung war. Glücklicherweise hat Patrick sich auf die Festwiese des Frauenlaufs gewagt und das riesige Startsackerl und mein Leiberl geholt.

Kurzum: Es war wieder ganz schön viel Zeug drinnen und ich muss nicht einkaufen gehen. 😉

Am Wettkampftag ging es um 8 Uhr los Richtung Prater. Ich stand nämlich beim 5-Kilometer-Bewerb am Start und der ist bereits um 9 Uhr. Ich hab zwar letztes Jahr gemeint, dass ich heuer hoffentlich wieder die 10 Kilometer schaffe, das war dann aber doch nicht drin. Ich wollte das Training gemütlich angehen und 10 Kilometer hätten mich gestresst. Ende Juni bin ich dafür bei einem 7-Kilometer-Bewerb, also ich steigere mich wieder langsam. 😀

Der Weg zum Startblock war heuer etwas anders als die Jahre davor. Normalerweise bin ich nervös und fokussiert und gehe mehrmals durch, ob ich alles habe – ja, auch bei fünf Kilometern. Diesmal war das anders, denn es gibt nichts entspannenderes als mein kleiner Neffe, der von mir getragen werden will. 😉 Glücklicherweise lauf ich ja auch mit den Beinen, wodurch die Arme nicht geschont werden mussten. Dadurch war mein Kopf jedenfalls woanders, sodass ich vorm Weglaufen nichts mehr getrunken habe und Patrick nochmal zum Startblock laufen musste, um das zu ändern. Auf der Strecke laufe ich nämlich bei der Verpflegungsstation vorbei und komme ziemlich durstig ins Ziel.

Und dann ging es schon los! Zwei Startblöcke später als auf meiner Startnummer angegeben, damit meine Schwägerin und ich gemeinsam starten konnten, lief ich in einer Traube an Läuferinnen* los. Direkt nach der Startlinie trennten sich dann die Wege meiner Schwägerin und mir. Im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmerinnen* wollten wir nicht nebeneinander gehen und quatschen… Wir waren ja zum Laufen dort!

Obwohl ich ein ziemlicher Fan des Frauenlaufes bin, finde ich genau diese unterschiedlichen Einstellungen zu einem Laufbewerb nämlich leider echt mühsam.

Zwei bis vier Frauen, die gleich zu Beginn der Laufstrecke nebeneinander gehen und quatschen und dann über einen schimpfen, weil man durch die Gruppe durch läuft, weil seitlich ausweichen aus Platzgründen leider nicht möglich war. Obwohl ich sonst dafür bin, dass ein Laufbewerb für alle sein soll bin ich der Meinung, dass alle, die nur gehen wollen, beim Walken starten sollten. So.

Eine weitere Sache, die mir jedes Jahr in Erinnerung bleibt, ist die Hitze. Die Wochen davor hat es ja durchgehend geregnet und es war ziemlich kalt. Am Frauenlauftag selbst war es aber wie immer wahnsinnig heiß. Die 10-Kilometer-Läuferinnen* haben mir wie immer ziemlich leid getan, weil die später starten und ein größeres Stück durch die Sonne laufen. Und obwohl es so heiß war hab ich wieder wieder ganz viele lange Hosen gesehen! Also bitte… Wieso? Hier eine kleine Erinnerung an meinen Appell letztes Jahr: Zeigt her eure Wadl! Es kann mir niemand erzählen, dass den Langhosenläuferinnen* beim Laufen bei 25 Grad kalt ist und sie deshalb eine lange Hose anziehen…

Ansonsten war der Lauf fein wie immer. Irritiert war ich nur, dass die Strecken zum Lusthaus geändert wurde. Oder war das beim 5-Kilometer-Bewerb schon immer so und ich hab mich letztes Jahr auch drüber gewundert? Als langjährige Teilnehmerin habe ich mir die Strecke davor natürlich nicht angeschaut. Deshalb war ich dann kurz überrascht. 😀

Mein traditioneller verfrühter Start des Schlusssprint war natürlich auch wieder dabei. Oder eher „Sprint“, denn seit heuer kann man sich den Zieleinlauf im Nachhinein auf Video anschauen… Und ich war ein wenig schockiert, muss ich sagen, denn ich hatte  die tragische Erkenntnis, dass mein angeblicher Zielsprint gar nicht mal sooo schnell ist. 😀

Egal, solange ich im Ziel angekommen bin! Im Zielbereich hat es sich heuer ziemlich gestaut, was ein wenig mühsam war. Auch die Rosen, die dort ausgeteilt werden, finde ich wie jedes Jahr unnötig, auch wenn ich müde immer eine nehme und mich danach frage, wozu ich das gemacht habe. Ich meine, welche gemischtgeschlechtlichen Bewerbe kennst du, wo Blumen ausgeteilt werden?

Aber gut, ansonsten war der Frauenlauf wie immer sehr gut organisiert und ich hatte viel Spaß. Neue Persönliche Bestzeit gibt es übrigens keine, aber 35 Minuten ist auch in Ordnung. 🙂 An dieser Stelle möchte ich übrigens nochmals meiner Schwägerin zu ihrer super Zeit (32 Minuten) gratulieren! Da wundert es mich nicht, dass ich sie während des gesamten Laufs nicht mehr gesehen hab. 😀

Ich freu mich jedenfalls schon aufs nächste Jahr. Vielleicht werden es dann ja wieder die zehn Kilometer. 🙂

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