Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, dass ich mal gerne schwimmen gehe, hätte ich ziemlich gelacht. Tja, wie sich sowas eben ändern kann… 😉

Mittlerweile gehe ich wahnsinnig gerne schwimmen. Ein oder zweimal pro Woche schwimme ich also meine Längen und genieße die Ruhe und Gleichmäßigkeit, die das Schwimmen bietet. Für mich ist Schwimmen mittlerweile eine Art Meditation geworden.

Anfangs – also vor etwa zwei Jahren oder so – hatte ich nicht mal meine eigene Schwimmbrille. Einen Schwimmbikini hab ich mir zwar recht schnell gekauft, allerdings hab ich damals genau den ersten Bikini genommen, den ich gefunden habe. Als ich mir vor etwa einem Jahr endlich meine erste eigene Schwimmbrille gegönnt habe, hab ich mich tagelang darüber gefreut – und tue es immer noch jedes Mal, wenn ich sie über meine Augen stülpe. Ich liebe das Teil ziemlich!

Nach über zwei Jahren Schwimmtraining war es langsam an der Zeit, bei meinen Schwimmsachen weiter aufzurüsten. Ein zweiter Schwimmbikini sollte her.

Die Suche ergab allerdings nichts Gutes. Alles, was ich anprobiert habe, war brustunfreundlich. Oder hat an den merkwürdigsten Stellen gedrückt. Den Kraultest in der Wohnung haben sie auch alle nicht bestanden. Leicht genervt wagte ich mich also an die Badeanzüge. Und das hat mich viel Überwindung gekostet…

Meinen letzten Badeanzug hatte ich mit elf Jahren. Irgendwie hab ich eine Abneigung gegen Badeanzüge, weil sie in meiner Erinnerung in meiner Größe meistens nicht gut passen und immer irgendwo zu kurz sind. Außerdem verbinde ich mit Badeanzügen furchtbare Erinnerungen an den Schwimmunterricht in der Schule. Ich weiß noch, wie ich damals im Schwimmunterricht mit elf Jahren mit meinem Badeanzug den ganzen Pool entlang gehen musste. An meinen Klassenkolleg*innen vorbei, die auch schon mit mehr Bekleidung nicht wahnsinnig nett waren. Es war furchtbar. Alle anderen Mädchen meiner Klasse hatten hübsche Bikinis an, die sicherlich nicht sonderlich schwimmtauglich waren, aber das war uns allen damals eher egal. Ich stand dort in meinem blauen Blümchenbadeanzug und wurde dafür ausgelacht. Gleichzeitig war ich damals froh, mit dem Teil zumindest meinen Bauch zu verdecken, weil ich den so gar nicht mochte. Das alles verbinde ich mit Badeanzügen. Irgendwie kein Wunder, dass ich mich jahrelang gegen die Dinger gewehrt habe.

Aber gut… Bikini hab ich eben keinen gefunden… Also probierte ich Badeanzüge.

Aber wo findet man eigentlich Badeanzüge? Also so wirklich zum Schwimmen. Die Ich-lieg-am-Badesee-Badebekleidung, die teilweise nicht mal wassertauglich ist, findet man ja recht einfach. Aber so einen richtigen Schwimmbadeanzug? Hm… Nachdem ich allgemein finde, dass die Auswahl an guten Sportgeschäften in Wien nicht sonderlich groß ist und ich auch wenig Lust hatte, mich in den kleinen Kabinen mit Badeanzügen abzukämpfen, bestellte mich mir schlichtweg einen Haufen Badeanzüge in diversen Schnitten und Größen. Glücklicherweise stand bei einigen Badeanzügen dabei, dass eine Nummer größer empfohlen wird. Ich bestellte vorsichtshalber Größe 38 und 40. Und gut war’s! Größe 38 wäre vermutlich nur bis zum Bauchnabel gegangen, denn auch Größe 40 war ein wenig knapp. Einer hat dann aber doch gut gepasst. Der ist es dann auch geworden. Bei den meisten anderen Badeanzügen meiner Bestellung machte ich aber den klassischen Badeanzug-Reinschlüpf-Tanz, den du vielleicht selbst auch schon getanzt hast.

Mittlerweile hab ich meinen neuen Badeanzug auch schon im Wasser getestet. Er hat den Schwimmtest bravourös gemeistert, auch wenn ich recht lange skeptisch war. Irgendwie sind Badesachen allgemein nicht so meines. Sie betonen gefühlt alle Zonen meines Körpers, mit denen ich mich seit Jahren anzufreunden versuche. Zumindest bilde ich mir das ein.

Normalerweise ist mir sowas insbesondere beim Sport egal, aber Bikinis und Badeanzüge stellen mich da schon immer wieder auf die Probe.

Tja, jetzt hab ich also einen Schwimmbadeanzug. Und damit ist das Ins-Wasser-gehen sogar angenehmer, weil mein Bauch beim Reingehen nicht mehr so grauslich kalt ist. Und das ist ein ziemlicher Vorteil!

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