Vor zwei Wochen habe ich entschieden, dass ich für den Triathlon Anfang Juni noch nicht bereit bin. Bevor ich bei einem Triathlonbewerb starte, sollte ich zumindest mehr als 50 Meter am Stück kraulen können. Außerdem möchte ich zumindest einmal vor einem Bewerb in einem offenen Gewässer kraulen und nicht nur in einem Pool, in dem ich mich jederzeit hinstellen kann. Auch mit der Tatsache, dass ich nicht alleine starte, sondern da viele andere Menschen um mich herum schwimmen und treten, muss ich mich langsam anfreunden.

Dafür brauch ich ein bisschen mehr Zeit als gehofft, aber das ist in Ordnung so. 🙂

Schwimmen ist zwar meine Angstdisziplin beim Triathlon, dafür fällt es mir sehr leicht, mich fürs Schwimmtraining zu motivieren. Einerseits, weil ich wirklich Spaß am Schwimmen hab, und andererseits, weil ich danach immer in die Sauna gehe und mich aufwärmen kann. Im Winter war ich teilweise zweimal die Woche schwimmen, weil ich mich auf die Sauna gefreut hab. 😉

Auch fürs Laufen kann ich mich trotz der ganzen krankheitsbedingten Sportpausen gut motivieren. Es dauert bei mir nach jeder Pause ein bisschen, bis ich mich wieder daran erinnere, wie viel Spaß ich beim Laufen habe und ich mich nicht mehr ewig motivieren muss, um meinen Hintern vor die Tür zu bringen.
Diesmal ist das ganze schneller gegangen, weil ich mittlerweile wieder mit Musik laufe. Das hab ich die letzten Jahre nicht getan, aber mit Musik macht es schon mehr Spaß. Ich schleppe nur so ungern mein Handy mit, was mich die letzten Jahre davon abgehalten hat, Musik zu hören. Aber gut… Ich hab die Motivation einfach gebraucht.

Mittlerweile hab ich eine eigene Laufplaylist erstellt, die den kreativen Titel „Conny läuft“ trägt.

Das einzige, womit ich in meinem Triathlontraining ein wenig hadere, ist das Radfahren. Ich liebe Radfahren, ich liebe mein Fahrrad, ich hab auch kein Problem mit Radhelm, Radhose und Co. Mein Problem ist eher die Tatsache, dass Radfahren in Wien nicht immer so einfach ist. Will ich nur von A nach B radeln, fahr ich auf der Straße oder auf den Radwegen. Das sind meistens keine riesigen Distanzen und es geht ja darum, ans Ziel zu kommen.
Für eine gemütliche Trainingsausfahrt ist das Radfahren in Wien weniger spannend. Ich muss von mir aus erst gefühlt durch die halbe Stadt radeln, um bei einer schönen Radstrecke rauszukommen. Das ist mühsam, weil die Radwege in meiner Umgebung teilweise mittendrin aufhören.

Gestern hat mich das schöne Wetter dann aber doch rausgelockt und ich war Radfahren. Um mir den Weg durch die Stadt und die ganzen Ampeln zu ersparen, bin ich mit der U-Bahn zum Schwedenplatz gefahren und von dort aus ging es in den Prater. Dort angekommen ging es gut mit dem Radfahren, auch wenn einige der Straßen dort definitiv neu betoniert gehören. Sagen zumindest meine Handgelenke…

Zurück nach Hause wollte ich dann nicht wieder mit der U-Bahn fahren, also ging es quer durch die Stadt zurück nach Hause. Der Ringradweg ist prinzipiell echt schön, aber das mehrmalige Queren der Fahrbahn und die Tourist*innen, die einem wagemutig vors Rad hüpfen, waren schon lästig. Und dann ging es über die Mariahilferstraße, die nicht minder herausfordernd ist und Slalomfahren notwendig macht. Aber gut, der Heimweg bestand nur aus 5 Kilometern und ich hab es geschafft. Daran muss ich mich jetzt einfach gewöhnen.

Mit der U-Bahn zu fahren, damit man Radfahren kann, ist jedenfalls nicht mein größtes Hobby. Bei jeder zweiten Ampel hängenzubleiben aber auch nicht. Und immer nur die eine Radstrecke bei mir ums Eck rauf und runter zu fahren ebenso wenig. Aber so ist das halt, wenn man in der Stadt wohnt und Radfahren trainieren will.

Aber hey! Das alles ist besser als am Ergometer im Fitnessstudio zu sitzen – zumindest bei dem schönen Wetter.

Wo gehst du gern Radfahren in und um Wien herum? Ich freu mich über deine Tipps. 🙂

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