Während einige Regionen in Österreich vollkommen eingeschneit sind und keinen Strom haben, war ich heute bei Sonnenschein laufen. Das Stadtleben muss ja auch Vorteile haben… Nur den gatschigen Weg hätte ich vielleicht auslassen sollen, um die Schotterpanier auf meinen Laufschuhen zu vermeiden. Aber gut…

Der Lauf heute war übrigens mein erster Lauf im neuen Jahr. Nachdem ich ja in der ersten Jännerwoche gesundheitlich angeschlagen war und ich meine zweite Jännerwoche dank frisch gezogenem Weisheitszahn mit Babybrei verbracht habe, war heute der erste Tag, wo ein Lauf möglich war. Juhu!

Apropos Babybrei… Der Brei, den ich gekocht habe, war wirklich lecker. Dennoch war ich an den vier Tagen, an denen ich ausschließlich Brei gegessen habe, nicht besonders satt. Keine Ahnung, wie Leute, die Shake- oder Suppendiäten machen, das aushalten… Kauen ist halt doch ein wichtiger Aspekt beim Sättigungsgefühl. „Kauen Sie jeden Bissen so und so viel Mal.“ ist ja einer DER Abnehmtipps im Internet. Ich find kauen zwar logisch, es gibt aber schon einige Menschen, die zum Schlingen neigen und wenig kauen…

So, jetzt aber zurück zu meinem etwas verspäteten Neujahrslauf, der meine erste Sporteinheit nach mehr als drei Wochen war. Drei Wochen lang lagen meine Sportsachen im Schrank. Somit war es wenig überraschend, dass meine Laufuhr keinen Akku hatte. Ans Laden hab ich vorher halt nicht gedacht… Voll bekleidet und bereit zum Loslaufen wollte meine Uhr sich nicht einschalten. Ich dachte ja zuerst, sie hätte mich für immer verlassen. Dann hab ich sie aber angesteckt und schon war alles klar… Akku leer, nix hin. Und so stand ich einer Vielzahl an Fragen gegenüber:

  • Oh nein! Was soll ich jetzt bloß tun?
  • Nicht laufen?
  • Ohne Uhr laufen?
  • Das Handy mitnehmen zum Tracken?
  • Die Uhr meines Mannes mopsen?
  • Wo ist seine Uhr?
  • Hat seine Uhr überhaupt Akku? Er war ja auch nicht laufen.
  • Wann bin ich eigentlich so abhängig geworden von meiner Uhr?
  • Wie lange lädt die bitte? Das dauert ja ewig!
  • Soll ich jetzt echt ohne Uhr laufen?
  • Woher weiß ich dann, wie der Lauf war?

Nun gut… Ich war dann nach ein wenig Überwindung einfach ohne Uhr laufen. Wobei „einfach“ ja offenbar nicht so ganz stimmt. Ich hab keine Ahnung, wann ich das letzte Mal ohne Uhr laufen war.

Es war befremdlich. Ich hab keine Ahnung, wie lang ich genau weg war (ungefähr weiß ich es schon), wie weit ich gelaufen bin und wie „schnell“ ich war. Ganz merkwürdig.

Echt schräg, wie sehr ich mich an meine Uhr gewöhnt habe. Ich hab mich doch tatsächlich dabei erwischt, mit den Fingern meinen Puls zu kontrollieren, was wirklich sinnlos ist – zweimal! Dabei spinnt die Pulsmessung meiner Laufuhr ohnehin, also bin ich die Pulsmessung grad sowieso nicht gewöhnt. Mal abgesehen davon, dass ich mittlerweile von selbst merke, wann ich zu schnell unterwegs bin.

Man könnte jetzt meinen, dass ich während eines Laufes mit Uhr ständig auf die Uhr schaue. Stimmt aber gar nicht. Also keine Ahnung, wieso es für mich heute so merkwürdig war, ohne Uhr zu laufen. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde der Lauf nicht zählen, wenn ich keine genauen Daten habe. Als würde es für meine Statistik einen Unterschied machen, ob da 40 oder 50 Minuten, 4 oder 5 Kilometer (die weisheitszahnlose Stelle hat dann doch ein wenig gepocht…) steht… Ein bisschen ärgern tut es mich aber schon, dass ich keine genauen Daten habe. Dabei geht es mir ja um die Bewegung und darum, mir mit Sport etwas Gutes zu tun. Da sollten genaue Daten keine große Rolle spielen. Zumindest nicht immer. Oder? Was sagst du dazu? Trackst du immer mit? Oder hast du gar keine Laufuhr?

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