Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal an einem Lauf teilgenommen habe – dem Frauenlauf in Wien – habe ich nachher gesagt, dass fünf Kilometer voll super sind und ich sicher niemals die zehn Kilometer laufen werden. Zwei Jahre später stand ich im Zehn-Kilometer-Startblock.

Ein paar weitere Zehner-Läufe folgten. Nach einem dieser Läufe bin ich ins Ziel gekommen und habe zu Patrick gesagt, dass zehn Kilometer genau meine Distanz sind und ich sicher nicht so verrückt bin wie er und einen Halbmarathon laufe. Ein Jahr später bekam ich meinen ersten Trainingsplan fürs Halbmarathontraining. Nach dem Halbmarathon war ich absolut davon überzeugt davon, als ich gesagt habe: „Einen Marathon mach ich aber sicher nicht!“

Und siehe da! Es wird auch keiner. 😉 Diesmal wage ich aber nicht zu sagen, dass es sicher NIE einer wird. Aus heutiger Sicht ist mir ein Marathontraining zu viel Laufen und zu wenig anderer Sport.

Ein neues Ziel sollte aber trotzdem her, um meine Sportmotivation wieder ein wenig anzufeuern. Einen Halbmarathon hab ich schon geschafft, auch wenn ich jetzt ungefähr 15 Kilometer davon entfernt bin. 😉 Außerdem bleibt da die Problematik, dass das Training fast nur aus Laufen besteht und ich nicht genug Energie für zusätzliche Sportarten hab. Ein Marathon ist mir wie gesagt zu viel Lauftraining.

Also welche neue Herausforderung könnte es werden? Als ich darüber nachgedacht habe, ist mir noch etwas eingefallen, wo ich immer gesagt habe, dass ich das sicher niemals machen werde. Und das mach ich jetzt. So bleibe ich zumindest bei meinem Muster. 😉

Nach jedem Triathlon, bei dem Patrick mitgemacht und ich ihn angefeuert habe, habe ich ihm nachher gesagt, wie stolz ich auf ihn bin, wie verrückt ich aber alle finde, die sich das „antun“. Ich mein, Schwimmen, Radfahren und dann noch Laufen… Schwimmen kann ich nicht besonders gut, Radfahren gehe ich nur aus Mobilitätsgründen und Laufen tu ich langsam. 😀

Vor einiger Zeit hat mich dann doch die Motivation gepackt, endlich Schwimmen zu lernen. Brustschwimmen konnte ich immer halbwegs, mittlerweile wage ich zu behaupten, es gut zu können. Das Kraulen habe ich in einem Schwimmkurs am Universitätssportsinstitut in den Grundzügen gelernt. Ich war nur dreimal im Kurs, weil ich die Wochen davor in Down Under war. Aber die drei Termine haben gereicht, um zumindest die Technik zu begreifen. Angst hab ich dabei immer noch, aber es wird besser. Eine ganze Länge von 50 Metern schaffe ich – fehlen nur mehr weitere 700 Meter.

Wie komm ich genau auf 700 Meter?

Weil mein neues Ziel ein Sprint-Triathlon ist! Und zwar dieser hier:

Wieso genau dieser hier? Weil ich die Veranstalter*innen kenne und sie ganz tolle Menschen sind. Weil ich die Atmosphäre damals, als ich bei der Getränkeausgabe geholfen habe, sehr angenehm fand, was ich bei meinem ersten Triathlon ungemein wichtig finde. Weil ich glaube, bis Juni gut hintrainieren zu können. Weil im Juni das Wetter hoffentlich gut, aber nicht sauheiß ist. Weil ich im Freibad von Tulln weniger Angst habe, zu ertrinken. Weil die Anreise für mich nicht weit ist. Weil… Also es gibt einige Gründe.

Jedenfalls wird jetzt trainiert. Die fünf Einheiten (2x Laufen, 1x Rad, 1x Schwimmen, 1x Yoga), die ich gerne pro Woche machen würde, habe ich noch nicht geschafft seit ich vor drei Wochen mit dem Training begonnen habe. Jedes Wochenende zwei oder drei Tage lang Seminar zu haben, macht die Sache nicht sonderlich einfach. Aber von null auf vier zu steigern habe ich schon geschafft. Und wenn sich mal nur drei Einheiten ausgehen, ist es auch in Ordnung. Bis Juni ist noch Zeit und die Distanzen sind machbar. In meinem eigenen Tempo würde ich ihn auch jetzt schon schaffen, allerdings glaube ich nicht, dass der Zieleinlauf so lange offen hat. Apropos: Wie lange darf ich eigentlich maximal brauchen, um noch ins Ziel laufen zu können, bevor es abgebaut wird? 😉

Related Post

One Reply to “Neues Trainingsziel gefunden!”

  1. Hi Conny,
    Als Veranstalter des Tulln Triathlons kann ich dir unsere Zeitlimits geben:
    Für 750m Schwimmen hast du maximal 37 Minuten Zeit. Das Radfahren solltest Du (inkl. Schwimmen) in 1:30 abgeschlossen haben. Der Zielschluss war 2018 nach 2:15. die langsamsten Athleten haben 2:08 benötigt. Das schaffst aus also sicher wenn Du möchtest.
    LG, Patrick

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: