Wenn ich meine Körper nicht respektvoll behandle, dann rächt er sich. Das ist auch sein gutes Recht, weil er mich damit ja nur beschützen will. Trotzdem ist diese Rache manchmal mühsam…

Nasche und knabbere ich zum Beispiel zu viel, fühle ich mich müde und träge. Den Zuckerentzug macht mir mein Körper zwar auch nicht leichter, wenn er mich mit Kopfschmerzen bestraft, aber vielleicht hofft er dadurch ja, dass ich mich daran lange erinnere und ich die Nasch- und Knabberüberdosen sein lasse. 😀

Ernähre ich mich zwar gesund, aber histaminreich, krieg ich Neurodermitisflecken und Juckreiz an diversen Stellen. Ziemlich lästig… Aber auch hier will mich mein Körper warnen, weil ich Histamin nunmal nicht sonderlich gut vertrage. Im Moment läuft es da bei mir zwar besser, aber dazu ein anderes Mal mehr. 😉

Und wenn ich keinen Sport mache… Dann rächt er sich natürlich auch! Einerseits merke ich, wie ich ohne Sport energielos bin. Andererseits fühle ich mich ungelenkig und kriege Rückenschmerzen.

Klar, manche könnten sich jetzt denken, dass ich halt einfach nicht aufhören soll mit dem Sport. Jo eh… Ich weiß… Aber manchmal gibt es eben Sportmuffelepisoden im Leben – und zwar aus den verschiedensten Gründen. Bei mir war es im August und September so.

Warum?

Im August hat mich mein neues Sexualpädagogik-Projekt gefühls*echt sehr in Anspruch genommen. Einfach, weil ich so motiviert war (und natürlich immer noch bin) und weil ich dabei so viel Spaß hatte und habe. Dadurch sank aber meine Sportmovitation, weil ich so viel Zeit wie möglich für mein Projekt haben wollte. In dieser Zeit habe ich es zumindest teilweise geschafft, beides unter einen Hut zu bringen.

An mein Motto, dass Sport eine Bereicherung ist, die Spaß, Kraft und Motivation bringen und einen keinesfalls stressen soll, habe ich mich in dieser Zeit allerdings nicht gehalten.

Solche Episoden sind ja auch vollkommen in Ordnung – sofern es nicht für immer dabei bleibt. Dazu tut mir Sport zu gut und macht auch zu viel Spaß. Keine Ahnung, wieso ich darauf manchmal vergesse… Damit ich mich immer wieder daran erinnere, gibt es ja diesen Blog. 😀

Im September stand dann null Sport im Kalender. Also im Kalender standen meine geplanten Einheiten schon, gemacht hab ich sie einfach nur nicht. Einerseits eben wegen gefühls*echt, andererseits war Schulanfang und ich habe zum Unterrichten in einer Schule begonnen. Außerdem standen noch ein paar letzte Hochzeitsvorbereitungen am Plan. In den wenigen freien Momenten hatte ich dann keine Kraft und Lust mehr für und auf Sport. Punkt. Und wenn man davor schon weniger gemacht hat, fällt Nichtstun weit leichter als Sport betreiben. 😉

Und dann war plötzlich Oktober und ein Monat ganz ohne Sport war um – bis auf den einen Tag auf unserer Reise nach Amsterdam, als wir 24 Kilometer durch die Stadt spaziert sind vielleicht. 😀

Tja, wie gesagt: Mein Körper rächt sich für solche Sportpausen. Und zwar auch, wenn ich dann wieder mit dem Sport beginne. Einfach, damit ich mir dann immer denke „Okay, du machst nie wieder eine Sportpause, verdammt!“. 😉

Ich war jedenfalls am Donnerstag endlich wieder Laufen. Montag und Dienstag verbrachte ich noch im Motivationsloch. Mittwoch hatte ich keine Zeit. Aber am Donnerstag habe ich nach zweistündiger Motivationssuche meine Laufschuhe geschnürt und bin losgelaufen. In Slow Motion. Gut, ich hab auch mit nichts anderem gerechnet. Ich war vor meiner Pause schon langsam – nicht umsonst war ich bei der Leistungsdiagnostik. Dennoch habe ich kurz an der Pulsmessung meiner Uhr gezweifelt – einerseits, weil sie tatsächlich manchmal spinnt (aber das ist ein anderes Thema) und andererseits weil mein Puls dermaßen schnell viel zu hoch war. Von meiner Halbmarathonausdauer bin ich dermaßen weit entfernt… Aber das ist jetzt nunmal so. Da brauch ich auch nicht drüber meckern, sondern einfach wieder trainieren. Schön langsam.

Und ganz ehrlich! Ich bin ja auch stolz auf mich, dass ich am Donnerstag laufen war.  Daheim sitzen wäre einfacher gewesen und ich hab mich trotzdem überwunden. Jetzt muss ich nur mehr dran bleiben. Damit mir das gelingt, hilft es mir, ein Ziel vor Augen zu haben. Und das hab ich. Dazu aber ein anderes Mal mehr!

Nachdem ich nach einer Sportpause besonders viel Motivation brauche, um wieder in mein gewohntes Training zu finden, freue ich mich über deine Lieblingstipps und Motivationssprüche in Form von Kommentaren unter diesem Post oder auf Instagram. Ich brauche dich! 😀

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