Ich schreibe mir immer eine Packliste. Immer. Auch für drei Tage in der Therme. Umso wichtiger ist so eine Liste für eine längere Reise wie für unser Abenteuer in Neuseeland und Australien. Deshalb habe ich recht lang an meiner Packliste gearbeitet. Damit du dir das nicht antun musst, möchte ich dir natürlich meine Packliste nicht vorenthalten. 🙂

Wichtig zu wissen: Wir waren campen und mit dem Rucksack unterwegs. Deshalb haben wir für genau eine Woche Kleidung eingepackt und dann immer die Waschmaschinen auf den Campingplätzen verwendet.
Ich hatte großteils Sportkleidung mit, weil sie bequem ist und schnell trocknet. Nachteil daran ist allerdings, dass sie nicht in den Trockner sollte, wenn man sie noch mit nach Hause nehmen will. Mein Plan war anfangs, den Trockner ohnehin nicht zu verwenden.  Nachdem es aber abends in Neuseeland meistens geregnet hat, ging mein Plan nicht auf. Das habe ich in einer regenreichen Nacht, in der ich um drei in der Früh aus dem Auto springen und die Wäsche von der Leine holen musste, gelernt. Die gesamte Wäsche wurde auch die kommenden drei Tage nicht trocken und ist dann erst recht im Trockner gelandet…

Solltest du genaue Produktempfehlungen benötigen, melde dich einfach und ich schicke dir Links zu einigen der Utensilien aus der Liste. 🙂

Kleidung
  • Regenjacke (1): Ich bin zwar nicht aus Zucker, aber in Neuseeland hat es schon ordentlich geregnet und im kleinen Camper wird man auch nie wieder so richtig trocken. 😉
  • Sarong (1): Die Tücher sind recht praktisch für den Strand, können aber auch als Decke dienen. In Neuseeland wäre das als einzige Decke allerdings zu kalt gewesen. In Australien ist dann noch ein zweiter dazu gekommen. Wenn du also keinen daheim hast, aber in ein Land fährst, in dem es sowas zu Hauf gibt, keinen Stress!
  • Kapuzenwesten, -pullis (3): Eines davon war mein Thermolaufpullover – der hat mir in Neuseeland in so manch kalter Stunde und bei meinem Fallschirmsprung sehr gute Dienste geleistet.
  • Lange Stoffhosen (3): Jeans hatte ich keine dabei. Die finde ich zum Wandern zu unbequem und sie trocknen einfach viel zu langsam. Ich hatte Leggings und Laufhosen mit.
  • Kurze Hosen (3)
  • Pyjama mit langer Hose (1): Nur einen Pyjama mitzunehmen war an den Waschtagen immer ein wenig mühsam, aber ansonsten ausreichend. Ich war froh, eine lange Pyjamahose mit zu haben – Patrick hatte keine lange Pyjamahose dabei und so seine Probleme damit. Wenn es zu heiß ist, einfach in Unterwäsche schlafen – oder ohne. 😉 Auch wenn es unpraktisch ist, wenn man in der Nacht am Campingplatz aufs Klo muss…
  • Sportsocken (7): In Neuseeland sehr wichtig, in Australien kaum zum Einsatz gekommen.
  • Unterhosen (7)
  • Sport-BHs (4): Ich war zwei Monate nur mit Sport-BHs unterwegs. Das war dann sogar für mich Sport-BH-Junkie ein wenig herausfordernd und ich hab mich tatsächlich nach einem klassischen BH gesehnt. Gleichzeitig war es aber einfach wahnsinnig praktisch und ich würde es wieder so machen. Sport-BHs sind einfach bequem und machen bei allem mit. Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir allerdings einen normalen BH mitgenommen, aber gut.
  • Bikinis (2): Natürlich ist in Australien noch ein dritter dazu gekommen. 😉
  • Langarmshirts (2)
  • Kurze Shirts und Trägerleiberl (7)
  • Bandana (1): Ich hatte ansonsten keinen Schal und kein Tuch mit. Für die Flüge und kühle Tage war es ein absolutes Muss!
  • FlipFlops (1): Ich gehe NIE ohne FlipFlops in die Duschen auf Campingplätzen. Aber auch für zwischendurch sind FlipFlops super! Die Anzahl hat sich in Australien natürlich deutlich erhöht. Und meine alten FlipFlops mussten nach zwei Monaten Dauergebrauch in den Mistkübel wandern.
  • Sportschuhe (1): Meine alten Laufschuhe waren mit dabei – superbequem und superhässlich. Aber das ist ja egal. 😀
  • Wanderschuhe (1): Bester und wichtigster Kauf vor der Reise! Beim Tongariro Alpine Crossing hätten sie uns sehr gefehlt…
  • Haube (1): In Neuseeland war es oft genug kalt und nass – auch im Spätsommer.
  • Stirnband (1): Siehe Haube. 😉
Reisezubehör
  • Drybag (1): Diese Plastikbeutel können sehr klein zusammengerollt werden und sind nicht nur super Strandtaschen, sondern auch bei Aktionen wie Kayak fahren und Segeln sehr sinnvoll.
  • Sonnenbrille + Etui (1)
  • Für Brillenträger*innen: Ersatzbrille + Etui, Kontaktlinsen, Brillenetui für die normale Brille
  • Reisebadetücher (2): Diese klein zusammenfaltbaren Dinger sind superpraktisch. Natürlich nicht so flauschig wie gewohnt, aber klein und schnell trocknend.
  • Ohropax: Die hatte ich leider nicht mit, wären aber super gewesen. Vor allem in Australien gibt es wahnsinnig laute Vögel…
  • Reisefächer: Diese Fächer in unterschiedlichen Größen haben wir kurz vor der Reise bestellt, als wir festgestellt haben, dass sich unser ganzes Zeug – egal, wie sehr wir es reduziert haben – nicht gut ausgeht in den Rucksäcken und alles ständig unordentlich sein wird. Dadurch war alles sortiert und nicht lose irgendwo.
  • Mini-Reiseküchenwaage: In Neuseeland haben wir sie oft verwendet, weil wir unsere Erfolge der neuerlichen Ernährungsberatungsbesuche nicht wieder ruinieren wollten. In Australien haben wir es uns ein wenig „gut gehen lassen“. 😉 Ob man unbedingt eine Reiseküchenwaage mit braucht, darf jede*r selbst entscheiden. 😀
  • Nackenkissen, Schlafmaske: Ein Muss! Sowohl für den Flug als auch für die Autofahrten (sofern man grad nicht selbst fährt natürlich). Die Schlafmaske ist auch super, wenn man mal einen Campingspot genau bei einer Laterne erwischt.
  • Hüttenschlafsack: In Neuseeland waren die dünnen Schlafsäcke am Ende echt wichtig. In Australien war es in der letzten Woche schon ziemlich kalt in der Nacht (ca. drei Grad) – da haben wir dickere Schlafsäcke verwendet, weil unsere nicht mehr genügt hätten. Die waren aber schon im Auto und wir mussten nicht unsere Rucksäcke mit den riesen Schlafsäcken füllen.
  • Schmutzwäschebeutel: Damit man ein wenig den Überblick behält, was noch geht – und was lieber mal gewaschen gehört…
  • Notizbuch, Stifte
  • Spielkarten
  • Yogamatte: Ich hatte meine alte Yogamatte mit. Natürlich kann man sich aber auch eine tolle neue Reiseyogamatte kaufen. Oder einfach ein Badetuch nehmen. Ich habe sie leider seltener verwendet als gehofft, weil es in Neuseeland abends so oft geregnet hat und es in der Früh ziemlich kalt war.
  • Sonnencreme: Könnte man aber auch einfach vor Ort kaufen.
  • Rei in der Tube: Falls man mal nicht eine ganze Waschmaschinenladung waschen möchte/kann.
  • Faltbare Trinkflaschen: Wir haben einen Dreierpack gekauft und sie für die Wanderung, Spaziergänge, aber auch im Flugzeug verwendet. Eine davon hat die Reise nicht überlebt, die anderen beiden schon. Sie sind sehr praktisch, weil man sie, wenn sie leer sind, super zusammenrollen kann und sie kaum Platz brauchen.
  • Pass
  • Führerschein
  • Internationaler Führerschein: Einfach mit dem nationalen Führerschein zum ÖAMTC gehen und ausstellen lassen. Geht sehr einfach und schnell.
  • Bankomatkarte, VISA, Ersatzkreditkarte, Bargeld in der Währung des Ziellandes
  • Kleine Geldbörse
  • Reiseunterlagen
  • Notfallnummern
Hygieneartikel
  • Toiletttasche zum Aufhängen: Meine hat die Reise schlecht überstanden… Die Aufhängung ist aber superwichtig, weil es in den Duschkabinen oft keine Sitzmöglichkeit zum Hinstellen der Tasche gibt.
  • Rasierer: Kein Must-Have, haarig ist ja auch oke.
  • Labello
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta: Könnte man auch dort kaufen. Allerdings wollten wir nicht am ersten Tag gleich Hygieneartikel kaufen müssen.
  • Bürste
  • Haargel: Hab ich nicht gebraucht, weil ich mir die Haare gerade lang wachsen lasse, aber für Frauen* mit kurzen Haaren ist das sicherlich praktisch.
  • Wattestäbchen
  • Deo
  • Mascara, Abdeckstift: Definitiv kein Must-Have. Ich hatte nur einen Abdeckstift mit und habe ihn sehr selten verwendet. Aber wer mal etwas Schöneres unternehmen möchte und sich so wohler fühlt, findet sicherlich ein Plätzchen dafür.
  • Gesichtsreinigungstücher: Können im Ausland normalerweise nachgekauft werden. Wer aber besonders spezielle verwenden möchte/muss, wird wohl einen Vorrat mitnehmen müssen. Die klassischen Marken gab es in Neuseeland und Australien aber zur Genüge.
  • Nagelset
  • Gesichtscreme
  • OB, Mooncup
  • Pinzette
  • Kleiner Spiegel
  • Taschentücher: Es war gar nicht so einfach, die klassischen 10er-Packungen nachzukaufen. Scheinbar ist das in Australien nicht so üblich…
  • Verhütungsmittel, Kondome: Wer hormonell verhütet, muss definitiv einen Vorrat mitnehmen! Kondome gibt es aber auch so zu kaufen.
Technik
  • Stromkonverter: Wir hatten zwei mit, die beide nicht in das Kabel der Autovermietung gepasst haben. Ein kurzer Shoppingtrip in Neuseeland hat das Problem aber gelöst, auch wenn die Konstruktion sehr schräg ausgeschaut hat und wir nicht geladen haben, wenn wir nicht dabei waren. Die Angst vor einem Kabelbrand war dann doch zu groß. 😀
  • E-Book-Reader: Wer gerne liest, wird um einen E-Book-Reader nicht herum kommen. Für eine längere Reise alle Bücher mitzuschleppen, ist bei einem Camping-Backpacking-Trip nicht drin.
  • Smartphone für Prepaid-SIM
  • Memorystick
  • Macbook oder sonstiges nicht zu schweres Notebook: Zum Arbeiten, Bloggen, Fotos wegsichern, Surfen. Definitiv nur ein Must-Have, wenn man etwas in die Richtung zu tun hat. Sonst am besten Offline gehen. 😉
  • Externe Festplatte: Irgendwann wird die Festplatte des Notebooks dann zu wenig – außerdem ist ein Backup der Fotos immer gut!
  • Kamera, Tasche und Zubehör (Objektive, Akkus, etwas zum Laden)
  • GoPro und Zubehör: Je nachdem, was du auf deiner Reise planst, gibt es unterschiedliches Equipment, wie einen schwimmenden Griff für Schnorchel- oder Tauchtrips.
  • Kabeltasche: Es häuft sich so einiges an technischem Zeug an, das geordnet werden will. Deshalb haben wir uns eine extra Tasche gekauft, die einfach großartig und unglaublich wichtig war.
  • Speicherkarten
  • Handyladekabel
  • Kartenlesegerät
  • Kopfhörer: Ich hatte Noisecancelling-Kopfhörer mit und war im Flugzeug sehr dankbar dafür.
  • Selfiestick: Jajaja, ur peinlich und so. Aber wer alleine oder zu zweit verreist und auch mal (gemeinsam) auf einem Foto sein will, ohne mit Selbstauslöser herumzuhantieren, ist damit gut bedient. Klar kann man auch andere Leute darum bitten, ein Foto zu machen – wenn man nicht gerade alleine oder zu zweit im Wald herum steht…
Reiseapotheke

Bei der Reiseapotheke ist es wichtig, nicht die ganze Packung eines Medikaments mitzunehmen. Sonst wird es echt viel! Am besten einfach einen Blister pro Medikament inklusive Beipackzettel einpacken. Ich kenne genug Leute, die ganz ohne reisen – und die leben auch noch. Wir haben tatsächlich fast nichts davon gebraucht – im Notfall hätte ich aber nicht hundert Kilometer zur nächsten Apotheke fahren wollen, vor allem, wenn das Bett auch das Auto ist und man nicht gleichzeitig krank im Bett liegen und jemanden in die Apotheke schicken kann.

  • Paracetamol
  • Iboprofen mit Lysin
  • Desinfektionsmittel, Pflaster, Verband
  • Bepanthen
  • Tabletten gegen See- und Reisekrankheit: Haben wir gebraucht, gab es aber auch vor Ort zu kaufen, wenn es um Bootstouren ging.
  • Fenistil: Unglaublich wichtig! Patrick wurde so zerstochen und Fenistil ist in Australien rezeptpfichtig…
  • Kohletabletten
  • Imodium
  • Schlaftabletten: Wir hatten eine rezeptfreie Variante dabei, haben sie aber nie verwendet.
  • Sonstige Dauermedikation
  • Handdesinfektionsmittel
Was ich mit hatte, aber unnötig war.
  • Taschenmesser (1): Alle meinten, wir brauchen eines. Verwendet haben wir es aber nie… Wir hatten ja immer unser Auto mit Küche dabei.
  • Vorhängeschloss
  • Wäscheleine: Meine Idee, die Kosten für den Trockner zu sparen, ist ja beim ersten Mal schon nicht aufgegangen. Deshalb kam die Leine nur einmal zum Einsatz.
  • Moskitospray: War überhaupt nicht unnötig, sollte aber vor Ort gekauft werden, weil es dort spezielle Sprays gegen die landesüblichen Insekten gibt.

Dir fehlt etwas? Dann schreib am besten einen Kommentar unter den Post, damit alle Leser*innen von deinem Tipp profitieren können. 🙂

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2 Replies to “Meine ultimative Packliste! Getestet in Neuseeland und Australien.”

  1. Hi Conny! Ich würd mich über Infos zu den Noise Canceling Headphones freuen… Welche nutzt du und wie zufrieden bist du damit? Was haben die gekostet und wo hast du sie gekauft? Denke schon seit einer Weile darüber nach, mir welche zu kaufen. Danke!

    1. Hallo Babsi!
      Ich verwende die Beats Studio Wireless 3 und bin sehr zufrieden damit. Sie dichten gut ab, lassen aber noch so viele Geräusche durch, dass man den Straßenverkehr mitbekommt und nicht vom Bus überfahren wird. 😉 Außerdem sind sie schön leicht und können gefalten werden. Hier der Link zu dem Modell (ich hab nur eine andere Farbe): https://amzn.to/2wRUy94
      LG
      Conny

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