Letzte Woche hab ich dir schon mal zwei meiner Top fünf Reiseziele an der Ostküste Australiens vorgestellt. Heute geht es weiter mit einem „Da musst du unbedingt hin, wenn du in der Gegend bist“-Tipp. 😉

Zur Erinnerung: Die Top 5 haben kein Ranking, weil das einfach unmöglich wäre. Die Reihenfolge ist willkürlich bzw. geografisch „von oben nach unten“ (Geografielehrer*innen mögen mir verzeihen!).

K’Gari

Fraser Island oder K’Gari, wie die Aborigines die Sandinsel nennen, ist definitiv einen Ausflug wert. Die Landschaft ist atemberaubend, wild und ab vom Schuss. Und man kann dort mit 4WD-Autos, also Autos mit Allradantrieb, auf Sand herumfahren.

Prinzipiell kann man mit der Fähre und dem eigenen Auto hinfahren – sofern es eben ein 4WD ist. Ich würde das meinem eigenen Auto oder auch einem normalen Mietauto  mit 4WD allerdings nicht zumuten. Sowohl am Sandstrand als auch im Inneren der Insel werden die Autos auf eine harte Probe gestellt. 😀
Auch mit großen Reisegruppen kann man auf K’Gari fahren – dann fährt man allerdings mit riesen Bussen herum und darf nicht selbst fahren. Und man ist eben in einer großen Reisegruppe unterwegs… Du weißt, das ich mein… 😉

Wir haben uns deshalb für einen kleineren Anbieter namens „Dropbear Adventures“* entschieden, der zwei- und dreitägige Touren anbietet. Wir haben uns für die kürzere Tour entschieden, würden im Nachhinein aber vermutlich die längere buchen, weil es sooo toll war!

Von Noosa, aber auch von Rainbow Beach aus ging es mit den 4WD, in denen bis zu acht Leute Platz hatten, zur Fähre. Dort ließen wir erst mal Luft aus unseren Autoreifen, damit wir für den Sand vorbereitet sind. Dann ging es ab auf die Fähre. Nach etwa fünfzehn Minuten kamen wir auf K’Gari und dem Highway aus Sand an.

Jaaa, das ist nämlich wirklich ein Highway inklusive Verkehrsschildern und Gegenverkehr!

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Der erste Halt war das Beach Hostel – eines der besten Hostels, in denen ich bisher war. Sauber trotz Sandinsel, liebes Personal, großartige Location, gemütliche Betten… Einfach super! Dort lud die ganze Gruppe bestehend aus 20 Leuten erst einmal ihr Zeug für eine Nacht ab.

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Und schon ging es weiter mit unseren Achtsitzern ins Innere der Insel zu zwei heiligen Seen. Die Fahrt war ziiiemlich bumpy, weil die enge Sandstraße einfach riesen Wellen und Löcher aufweist. Ich hab mir recht oft den Kopf am Dach und an den Seiten des Autos angehaut. Es war wahnsinnig lustig, abenteuerlich und einfach grandios.
An einem der Seen lernten wir dann, wie man einen Boomerang wirft. Gefangen hab ich meinen zwar nie, aber zumindest ist er halbwegs in meine Richtung zurück geflogen. Ob dank Wind oder dank meiner Wurffähigkeiten blieb allerdings ungeklärt…

Am nächsten Tag haben wir uns gleich einen handgefertigten Wurfboomerang für zu Hause gekauft. Nur die passende Freifläche zum Daheim üben haben wir noch nicht gefunden. Wir wollen ja niemanden mit einem Boomerang erschlagen! Auch wenn ein Boomerang ja ein Jagdwerkzeug ist… 😉

Nach einer weiteren Fahrt am Strand ging es abends zurück zum Hostel, wo gegrillt wurde. Anschließend haben wir unser (Nicht-)Können am Didgeridoo unter Beweis gestellt und und mehr über die Geschichte der Insel erfahren. Dann ging es ab ins Bett! Nachdem alle am nächsten Tag den selben Zeitplan hatten, gingen alle ziemlich gleichzeitig ins Bett und war es nicht laut – meine größte Angst bei Hostels.

Am nächsten Tag standen auch alle gleichzeitig auf, um den Sonnenaufgang zu genießen.

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Da standen wir alle um sechs Uhr in der Früh am Strand – mit unseren Dingosticks in der Hand, um notfalls wilde Dingos von uns fern zu halten.

Die sind nämlich ob der ganzen Tourist*innen sehr zutraulich geworden, was dazu führt, dass sie oft erschossen werden.

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Ein reichliches Frühstück später ging es um acht Uhr in der Früh zurück auf die Straße. Also auf den Sand. An diesem Tag ging es später los als sonst – so unser Guide Fuzzy. Grund war die Flut.
Ich wollte gleich am nächsten Tag als erste mit einem der 4WD fahren. Jede*r, der*die wollte, durfte mal fahren. Und auch sonst wurde viel Auto gewechselt, damit nicht immer die selben Leute in einem Auto sind. Und das war wirklich super – so lernten wir uns alle kennen. Unsere Gruppe war richtig toll! Ich hab noch nie erlebt, dass mir in einer größeren Reisegruppe alle symphatisch sind. 😀

Nun gut… Bei Flut am Strand fahren hat so seine Hürden und ich musste einigen Wellen ausweichen, um nicht im Sand zu versinken. Ich fuhr ziemlich konzentriert. Immerhin hat man ja nicht nur Verantwortung für sich und das Auto, sondern auch für sieben andere Leute. Es war ziemlich abenteuerlich und echt lustig. So erkundeten wir einige weitere Teile der Insel: Im Eli Creek ließen wir uns durch den Creek treiben. Beim Schiffswrack hörten wir die einzigartige Geschichte, wie das Wrack dorthin kam. Wir erfuhren die Geschichte der Insel, spürten ihren Atem (Tatsächlich! Und es war überhaupt nicht esoterisch-merkwürdig.) – es war magisch. Und dann ging es schon wieder zurück aufs Festland!

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Im Nachhinein betrachtet hätte ich wie gesagt gerne die dreitägige Tour gebucht, bei der man auch draußen campt, weil mir der Ort so gefallen hat. Die Ruhe und Natürlichkeit waren einfach unfassbar schön.

*Ich mache hier Werbung für „Dropbear Adventures“, verdiene aber nichts daran. Das Unternehmen hat mir einfach wahnsinnig gut gefallen, weshalb ich diesen Tipp nicht für mich behalten möchte. Dennoch ist es – auch ohne Vorteile für mich – Werbung.

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