Endlich im Süden! Also auf der Südinsel Neuseelands. Jetzt wird es also wärmer. Achso, nein, kälter. Südhalbkugel, na klar.

Nach unserem etwas stressigen Weg zur Fähre, um auf die Südinsel nach Picton zu gelangen, sind wir um kurz vor 21 Uhr auf der anderen Seite angekommen und haben uns auf den Weg zum Picton TOP 10 Campingplatz gemacht. Wie auch schon in Wellington war die Campingplatzauswahl nicht sehr groß, was uns für die eine Nacht ohnehin egal war.

Am Queen Charlotte Drive.

Ausgeschlafen und mit frischer Wäsche ging es an unserem ersten Tag auf der Südinsel weiter Richtung Abel Tasman National Park. Um dorthin zu kommen, gibt es zwei Routen: Die Schnelle und die Schöne.
Nach der Nordinsel konnten uns die Straßen in Neuseeland nicht mehr ängstigen, weshalb wir uns für die schöne Route – und zwar den Queen Charlotte Drive – entschieden haben.

Dort gibt es nämlich den Cullen Point Lookout mit einem tollen Ausblick auf die Marlborough Sounds und die Buchten und Strände der Gegend.

Der Queen Charlotte Drive besteht zwar aus 40 Kilometern voller Kurven, war aber im Vergleich zu anderen Straßen, die wir schon hinter uns hatten, wirklich problemlos.

Außerdem gibt es auf dieser Straße ganz viele tolle, lustige und kreative Postkästen zu sehen! Unbedingt darauf achten, falls du diese Strecke mal fährst.

Wohin jetzt?

Am Ende des Drive kommt irgendwann das kleine, charmante Städtchen Nelson. In der dortigen iSite haben wir uns Infos über den Abel Tasman National Park geholt, weil wir noch gar nicht gewusst haben, wo wir genau hinfahren sollen. Das riesige Angebot an Möglichkeiten, den National Park zu erkunden, hat uns allerdings ein wenig überfordert. Nach längerem Suchen und Nachfragen haben wir uns dann aber für eine Boot-Kayak-Wander-Kombination entschieden und sie auch gleich vor Ort gebucht. Somit war auch klar, in welchem Ort wir übernachten, weil von dort aus die Tour in den Park losging.

Nachdem es in Nelson seit Ewigkeiten mal gutes W-LAN gab, habe ich dort meinen Antrag auf Bildungskarenz gestellt. Juhu! Leider darf man das frühestens drei Wochen vor Beginn der Bildungskarenz machen, weshalb ich es von unterwegs erledigt habe.

Einen kurzen Abstecher im Supermarkt (Google Maps sei dank wussten wir, dass da die nächsten Tage wohl keine Supermärkte mehr am Weg liegen werden.) und ein supergutes Mittagessen in der River Kitchen gleich neben der iSite später haben wir uns weiter auf den Weg zum Abel Tasman National Park gemacht.

Obwohl im Ort Marahau der am besten gelegene Eingang zum National Park ist, haben wir uns für einen Campingplatz in Kaiteriteri – einen Ort vor Marahau – entschieden. Kaiteriteri soll etwas größer sein als Marahau und von dort starten viele Bootstouren in den National Park – so wie auch unsere.
Im Nachhinein frage ich mich, wie klein Marahau sein muss… Immerhin besteht Kaiteriteri fast nur aus dem Campingplatz, auf dem wir zwei Nächste verbracht haben. 😀
Das Kaiteriteri Beach Camp ist ein riesiger Campingplatz, der uns trotz geringer Belegung fast zu voll war. Die Dame bei der Rezeption hat uns allerdings ein schönes Plätzchen Nahe der sauberen Waschräume und Küche gegeben und somit haben wir uns wohl gefühlt. Außerdem ist die Lage gleich gegenüber vom Strand absolut perfekt für Ausflüge in den National Park.

Erkundungstour im Abel Tasman National Park!

Am nächsten Tag ging es dann nämlich direkt vom Strand aus los zu unserer Kayaktour mit Kaiteriteri Kayak. Bei unserer „Heart Of The Park“-Tour sind wir erst mal mit dem Wassertaxi bis zum Onetahuti Beach gefahren und von dort aus zu Fuß etwa zwei Stunden lang durch den Wald zur Bark Bay gegangen.

Nach einem gemütlichen Spaziergang durch den Wald und kurz vor unserer Ankunft in der Bucht hat uns eine Abzweigung vor die Wahl gestellt,  ob wir den Weg, den man bei Ebbe gehen kann, oder den, der bei Flut geeignet ist, nehmen sollen. Nach kurzem Rechnen haben wir uns dann für den Ebbe-Weg entschieden. Es war auch tatsächlich fast Ebbe – eine Stunde später war dann wirklich Ebbe! Deshalb ging es für uns ein fünfzehnminütiges Stück barfuß und hüfthoch durchs Meer – die Wanderschuhe in der Hand. Der Ausblick war ein Traum und das Wasser hat eine angenehme Abkühlung geboten! Wir haben uns also für den richtigen Weg entschieden. 😉

In der Bark Bay haben uns unser Guide Keira und der dritte Teilnehmer der Tour – Nat aus Israel – erwartet. Und ein leckerer Lunch am Strand, den Keira für uns vorbereitet hat. Inklusive Kuchen und Tee!

Bei der Kayakeinschulung haben wir dann erfahren, wie das ganze überhaupt funktioniert und wie man überlebt, falls man umkippt. Die Ertrinkpanikerin in mir hat sich kurz nicht ganz so wohl gefühlt, aber sobald es losging, war die Angst vergessen. Keira hat das ganze sehr gut und gleichzeitig lustig erklärt und mich so ein wenig beruhigt.

Und schon ging es los!

Drei Stunden durchgehend Kayak fahren haben es ziemlich in sich. Patrick und ich haben unsere Arme recht schnell gespürt, denn Pausen gibt es keine. Dafür bekommt man tolle Buchten aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen.
Das Highlight der Kayaktour war eindeutig der Besuch beim Seal Rock, wo wir vom Wasser aus die Seehundbabys beim Planschen und Schwimmen lernen beobachtet haben. Die Steininsel darf nicht betreten werden und Kayakfahrer_innen dürfen nicht zu nah an die Seehundkolonie heran paddeln – und das ist auch gut so. Wir haben auch mit respektvollem Abstand genug gesehen!

Während der ganzen Tour hat Keira uns etwas über die Tiere im National Park, die Bewohner_innen der Region und das Leben in Neuseeland erzählt. Sie selbst ist vor ein paar Jahren aus Asien nach Neuseeland gekommen, um dort zu studieren. Den Namen des Studiums habe ich mir zwar nicht gemerkt, mit ihrem Abschluss darf sie aber Outdoorsportarten anleiten – so wie eben unsere Kayaktour. Im Winter möchte sie als Schilehrerin in einem der Schigebiete auf der Südinsel arbeiten.

Nach dem ganzen Gepaddel haben uns irgendwann die Rücken, Beine und Arme ziemlich weh getan. Die Sitzposition im Kayak ist nicht unbedingt bequem und mir sind am Ende andauernd die Beine und der Hintern eingeschlafen. Aufstehen zwischendurch ist halt nicht drin.
Am Ende der Kayaktour bei der Anchorage Bay angekommen, gab es noch eine Cookiepause am Strand, bevor uns das Wassertaxi abgeholt und nach Kaiteriteri zurück gebracht hat. Dort haben wir es uns noch ein bisschen am Strand bequem gemacht.

Wohin es uns nach unserem wunderschönen Trip in den Abel Tasman National Park getrieben hat, erfährst du beim nächsten Mal. Also schau ruhig wieder vorbei! Ich würde mich freuen. 🙂

 

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One Reply to “Ab in den Süden! Abel Tasman und der Weg dorthin.”

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