Hobbits sind ein freundliches, lustiges Volk.

Und wo sie leben ist es traumhaft schön. Außerdem gibt es dort immer gutes Essen! Wer will da wohl nicht hin? Eben!
Umso glücklicher waren wir, dass wir schon an Tag 5 in Neuseeland nach Hobbiton konnten. Patrick hätte es wohl ohnehin nicht mehr länger ausgehalten. 😀 Er strahlte am Weg zur iSite in Matamata übers ganze Gesicht. Natürlich habe ich den Weg dorthin musikalisch untermalt mit Liedern aus „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“. 😉

iSites sind übrigens gut ausgestattete, sehr hilfreiche Touristeninformationszentren, die es in jedem „größeren“ Ort gibt. Größer heißt hier allerdings nicht viel. Es gibt manchmal eine iSite, obwohl es keinen Supermarkt oder eine Tankstelle gibt. 😀 Die iSite in Matamata wurde vor ein paar Jahren zu einer Hobbithöhle umgewandelt, was die Vorfreude nur noch größer gemacht hat.

Damit wir Plätze bekommen, haben wir am Vortag per Handy gebucht.

Das war leider eine ziemlich mühsame Geschichte, weil Hobbiton als einzige einen Mobile-TAN haben wollten, um mit Kreditkarte bezahlen zu können. Ur mühsam, wenn man kein Netz rein bekommt und der Internetempfang schlecht ist. Nach ewigem Kampf haben wir es aber hinbekommen und Hobbiton stand nichts mehr im Weg.
In der Hauptsaison wären wir sicherlich zu spät dran gewesen. Aber so war es kein Problem. In der Nebensaison kann man vermutlich auch direkt zur iSite fahren und muss gar nicht im Vorhinein buchen. Das Risiko wollten wir allerdings nicht eingehen. 😉

Von der iSite in Matamata sind wir mit dem Bus nach Hobbiton gefahren. Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Man kann aber auch von „The Shire’s Rest“, das in der Nähe von Hobbiton ist, losfahren. Auch aus Rotorua gibt es einen Shuttle, der kostet dann aber mehr, weil die Strecke doch ein Stückchen weiter ist. Ohne Bus kommt man gar nicht nach Hobbiton.
Wir haben uns für die Variante mit der iSite entschieden, weil wir so nicht weit fahren mussten und man dort sehr gut parken kann. Keine Ahnung, wie das in der Hauptsaison ist…

Als wir bei der iSite auf den Bus gewartet haben, hat es erst mal so richtig zum Schütten angefangen. Eine halbe Stunde lang war Weltuntergangsstimmung. Sobald wir aber im Bus nach Hobbiton waren, hat sich die Sonne wieder blicken lassen. Perfekt!

Im Bus haben wir eine kleine Tour durch den Ort Matamata bekommen und uns ein paar Filmausschnitte aus „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ angesehen, in denen man Hobbiton sieht, wodurch die Vorfreude gleich noch mehr gestiegen ist. Egal, wie oft man die Filme schon gesehen hat… Nochmal die passenden Ausschnitte mit Hobbiton am Weg nach Hobbiton zu sehen ist super! 😀

Eeendlich kamen wir in Hobbiton an! Der Eingang nach Hobbiton ist übrigens bekannt aus der Szene des ersten „Der Hobbit“, wo Bilbo mit der Karte wedelnd „I’m going on an adventure!“ ruft. Schon mal ziemlich cool!


Und dann folgte der erste Blick auf Hobbiton. Fantastisch! Es ist soooooo schön dort. Saftig-grüne Hügel, kleine Gärten mit echtem Gemüse und bunte Türen, Gartenzäune, Bänke, Wäscheleinen etc. in verschiedensten Größen – für die unterschiedlichen Kameraeinstellungen. Patrick wäre am liebsten dort geblieben. Und ich auch. 😀

Während der Tour haben wir einen Rundgang durch den Drehort gemacht, der erst nach den Dreharbeiten von „Der Hobbit“ stehen gelassen wurde – nach „Der Herr der Ringe“ wurde alles wieder abgebaut, weil der Grund, auf dem Hobbiton gebaut ist, eigentlich eine Farm ist. Außerdem haben wir ein paar lustige, spannende Anekdoten erzählt bekommen.

Wir haben jede Menge Hobbithöhlen von außen gesehen. Was man dort nicht sieht: Eine Hobbithöhle von innen. Diese Szenen wurden nämlich in den Filmstudios in Wellington gedreht.

Am Ende gab es dafür noch einen Abstecher ins „Green Dragon“ auf ein Getränk aufs Haus. Als Autofahrer_innen entschieden wir uns für ein alkoholfreies Ginger Beer. Außerdem haben wir uns noch einen Meat & Ale Pie und einen Pork Pie gegönnt. Gestärkt und glücklich ging es zurück nach Matamata.

Es war ziemlich viel los und ohne Guide herum gehen ist nicht möglich. Dennoch hatten wir nicht das Gefühl, durchgeschoben zu werden. Es war recht straff, aber in Ordnung. Günstig ist der Eintritt allerdings auch nicht. Der Guide gab uns aber genug Zeit, jede Menge Fotos zu machen. Er meinte, der Rekord an Fotos während eines Besuchs läge bei 3000 Fotos. Das haben wir nicht ganz geschafft, aber wir sind nicht weit davon entfernt. 😉

Zurück bei der iSite ging es wieder mal ans Autofahren. Nächstes Ziel: Waitomo! Warum? Das erfährst du im nächsten Post. 🙂

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One Reply to “Dort, wo die Hobbits leben!”

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