Landen. Aussteigen. Gepäck schnappen. Taxi. Campervan holen. Auf ins Abenteuer! So ungefähr habe ich mir den ersten Tag – der übrigens der 3.3.2018 war – in Neuseeland vorgestellt.

Am Flughafen.

Ganz so schnell ging es dann aber doch nicht. Nach den Securitykontrollen am Flughafen, die recht flott gingen, folgte nämlich erst einmal eine lange Schlange. Grund dafür war die strenge Kontrolle des Gepäcks auf unerlaubte Gegenstände, also Lebensmittel, Tiere, Pflanzen etc. Man könnte meinen, dass es ein wenig übertrieben ist, dass Zelte und Wanderschuhe gesäubert werden, wenn Erde aus einem anderen Land drauf klebt. Ist es aber nicht… Immerhin ist Neuseeland so ab von allen anderen Ländern, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu Plagen und negativen Auswirkungen auf die heimische Vegetation kam, weil beispielsweise irgendein Tier ins Land gebracht wurde. Für Einreisende heißt das: Kein Obst, kein Gemüse, die Ameisenfarm daheim lassen. Unsere Snacks vom Flug waren sowieso leer, also alles kein Problem. Schuhe, Zelte und ähnliches müssen wie gesagt gründlichst gesäubert werden, sonst machen die das am Flughafen und das will man nicht. Da bekommt man sein Zeug nämlich nass und in einem Haufen wieder. Lügen und behaupten, dass man sowas nicht mit hat, bringt übrigens auch meistens nichts – die finden das Zeug.
Wir hatten da keine Probleme. Die Wanderschuhe haben wir angegeben und da sie noch ungetragen waren, mussten sie nicht gereinigt werden. Dennoch war die Wartezeit länger als ich erwartet habe. Nach einem kurzen Erklärungsversuch, was ich studiere und was sich der Herr von der Kontrolle unter „Gender Studies“ vorstellen kann, ging es dann aber weiter.

Nun gut… Endlich wirklich in Auckland angekommen, haben wir uns erst einmal eine Vodafone-Prepaid-SIM mit Datenvolumen und Freiminuten für Inlandsanrufe gecheckt. Die Travel-SIM mit Auslandsminuten nahmen wir nicht. Nachdem ich vor der Reise schon ein wenig recherchiert habe, fragte ich einfach nach der normalen Variante und wir bekamen 4GB, 150 Minuten telefonieren und unlimitierte SMS um 49NZD. Gültig ist die Karte für 28 Tage, also perfekt in unserem Fall.

Anschließend sind wir erst mal Zähne putzen und uns frisch machen gegangen. In meinem Fall hat das alles nichts mehr geholfen und ich habe mich nur mehr auf meine erste neuseeländische Dusche gefreut! Die musste aber noch warten…

Unser Auto!

Erst mussten wir ja unseren Campervan von der Vermietung holen! Die haben uns ein Taxi geschickt, wodurch das sehr gemütlich war. Bei Spaceship angekommen, haben wir unseren Dream Sleeper Mini bekommen. Nach einer kurzen Einschulung ging es los zum einzigen Campingplatz, den wir von Österreich aus gebucht haben.
Am Weg dorthin sind wir an dem Versuch, tanken zu fahren, kläglich gescheitert. Linksverkehr, ungewohntes Navi und meine miesen Navigationskünste haben dazu geführt, dass wir niemals bei der Tankstelle ums Eck angekommen sind. Nach dreimaligem Verfahren haben wir aufgegeben und sind zum Campingplatz weiter gefahren. Am Weg dorthin gab es aber eh genug andere Tankstellen. 😀

Campingplatz Nummer 1.

Unser erster Campingplatz in Neuseeland – der Takapuna Beach Holiday Park – war nicht direkt in Auckland. Unsere Recherche hat nämlich ergeben, dass die wenigen Campingplätze in der Stadt nicht gerade empfehlenswert sind. Deshalb haben wir uns für einen in Takapuna etwa eine halbe Stunde außerhalb entschieden. Wie der Name erahnen lässt, war der Campingplatz direkt beim Strand. Wir fanden ihn schön, aber recht einfach gehalten. Er hatte jedenfalls alles, was wir gebraucht haben – Dusche, Ruhe, Stellfläche, Supermarkt ums Eck. Zum Supermarkt sind wir zu Fuß gegangen, weil wir nach der sehr mühsamen Fahrt von der Vermietung zum Campingplatz keinen Meter mehr fahren wollten. 😀 Ein grausliches Müsli später ging es recht früh um 9 Uhr ins Bett. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, wie man das Bett auf die volle Länge von 2,20 Metern bekommt, weshalb wir schief geschlafen haben. War uns in der Nacht aber egal. Am nächsten Tag haben wir die Anleitung dann per Mail von der Campervanvermietung und in einer hilfsbereiten Facebookgruppe bekommen. Die Einweisung fürs Auto war dann doch zu kurz…

Der Vorteil, so früh schlafen zu gehen, ist, dass man in der Früh den Sonnenaufgang nicht verschläft. Am zweiten Tag unserer Reise direkt am Strand haben wir also gleich mal einen wunderschönen Sonnenaufgang erlebt.
Nachdem wir ein Foto davon auf Instagram gepostet und den Campingplatz verlinkt haben, kam der Besitzer und bedankte sich – gefühlte drei Minuten nach unserem Post. Scheint dort nicht allzu oft vorzukommen. Wer also mal in der Gegend ist, ruhig den Campingplatz verlinken! 😉

In Auckland!

Ausgeschlafen und sonnenaufgangsglücklich haben wir uns dann auch wieder getraut, Auto zu fahren. Damit wir unser Glück aber nicht überstrapazieren, wollten wir nicht mit dem Auto direkt nach Auckland fahren. Dem Campingplatzbesitzer zufolge ist parken in Auckland ohnehin mühsam und teuer. Also sind wir nach Devonport und von dort aus mit der Fähre nach Auckland gefahren. So bekommt man auch gleich einen tollen ersten Ausblick auf die Stadt. Die Fahrt dauert mit 20 Minuten nicht lang und war sicherlich günstiger als das Parken zu bezahlen. Mal abgesehen von den Nerven…
Am Hafen angekommen, sind wir zu Fuß durch die Stadt spaziert. Mein Reiseführer* hat den Weg angegeben. Nachdem aber Sonntag war, hatte einiges zu – eh klar. Aber auch so wären wir nicht viel länger unterwegs gewesen. Denn Auckland ist gar nicht mal so groß!
Die Queen Street, die Haupteinkaufsstraße in Auckland, Richtung Albert Park, wo die Uni steht, entlang und wieder zurück zum Hafen mit dem sehr schönen Ferry Building. Damit ist man in der Innenstadt fast überall gewesen. Nach zwei Stunden waren wir wieder zurück am Hafen – und wir sind echt langsam gegangen!
Die Stadt ist wirklich sehr schön und wer in der Gegend ist, kann ruhig einen Abstecher hin machen. Wer viel zum Anschauen erwartet – wie wir es beispielsweise aus europäischen Städten gewöhnt sind – ist hier aber fehl am Platz.

Nachdem es an dem Tag heißer war als gedacht, bekamen wir gleich mal den ersten leichten Sonnenbrand und ein leckeres Bio-Eis. Und eine Pokébowl! Dann ging es wieder zurück nach Devonport, um die erste große Autofahrt in Angriff zu nehmen. Davor haben wir uns aber erst einmal mit Essen für die nächsten Tage eingedeckt. Und ein wenig Wasser, wobei wir die Flaschen danach immer mit Leitungswasser angefüllt haben. Je nach Ort schmeckt es mal mehr, mal weniger nach Chlor.

Die erste lange Autofahrt.

Die Fahrt nach Paihia hat etwa 3 Stunden gedauert – und schnell haben wir gelernt, was es mit den Schildern am Highway auf sich hat, auf denen „NZ roads are different!“ steht. Die neuseeländischen Straßen sind nämlich durchaus abwechslungsreich. Einmal fährt man eine dreispurige Autobahn, dann plötzlich einspurig im Wald. Und das, ohne jemals abzubiegen. Neuseeländische Highways sind nicht mit unseren Autobahnen zu vergleichen. Manche Abschnitte sind ein wenig wie unsere Landstraßen, andere sind schmaler und kurvenreicher. Manchmal nass, manchmal löchrig. Fazit von unserer ersten längeren Autofahrt:

Plane IMMER mehr Zeit ein.

Google Maps sagt, die Strecke dauert 3 Stunden? Dann rechne mit 4 Stunden. Einerseits wegen der Straßenverhältnisse, andererseits weil das Wetter sehr schnell wechseln kann. Mal abgesehen von der schönen Landschaft, die man sich gerne anschauen möchte und vielleicht auch mal wo stehen bleibt, um Fotos zu machen. Oder weil man den Linksverkehr noch nicht gewöhnt ist und wie ein Fahranfänger durch die Gegend tuckert. 😉

Nach 3 Stunden waren wir jedenfalls in Paihia bei der Bay of Islands. Und es hat geregnet. Das geplante BBQ haben wir trotzdem gemacht, weil der Griller eh überdacht war. Küche gab es sowieso keine am Bay Of Islands Campervan Park und im Campervan kochen wäre richtig nass geworden. Für den nächsten Tag war ein riesen Gewitter angesagt und wir haben kurz überlegt, ob wir gleich weiter fahren sollen. Spoileralarm: Das Gewitter kam nie. Noch ein Fazit aus den ersten Tagen in Neuseeland:

Nur weil Regen angesagt ist, heißt es nicht, dass es den ganzen Tag regnet. Also bloß nicht alle Pläne über Bord werfen, sondern einfach mal schauen, was passiert. Dasselbe gilt aber auch umgekehrt. Der Wetterbericht sagt strahlenden Sonnenschein voraus? Super! Dann pack Sonnenkapperl, Sonnencreme und eine Regenjacke ein. 😉

Was wir bei der Bay Of Islands erlebt haben, erfährst du, sobald ich wieder gutes Internet habe. 😉

 

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One Reply to “Erster Stopp: Auckland!”

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