Ich bin keine Ernährungsexpertin und habe nicht Ernährungswissenschaften studiert. Dennoch wage ich zu behaupten, dass ich in fünf Jahren Ernährungsunterricht in der Schule, aber besonders in den intensiven Monaten bei der Ernährungsberatung und danach viel gelernt habe.

Wenn man sich ein wenig mit dem Thema gesunde Ernährung mit dem Fokus auf Fett loswerden auseinander setzt , begegnet man Unmengen an unterschiedlichsten, sich widersprechenden Meinungen. Da kann man leicht mal den Überblick verlieren.
Noch dazu ist es mit der Ernährung ein bisschen wie mit einer Religion. Jede_r glaubt, er_sie hat die richtige und die anderen machen was falsch.
So durfte ich mir vor einem Jahr von einer Freundin anhören, ich ernähre mich ungesund, weil ich Milchprodukte verwende. Andere schimpfen wiederum über den veganen Lebensstil. Wieder andere lassen einfach Kohlenhydrate weg. Und so weiter…

Die Sache ist nur die: Jeder Körper ist anders. Es gibt nicht DIE perfekte Methode, um ein wenig Speck loszuwerden. Bei den einen funktioniert die eine Art am besten, bei anderen klappt das gar nicht. Allein mit dem Wissen, dass man einfach weniger Kalorien zu sich nehmen soll als man während des ganzen Tages verbraucht, kommt man im alltäglichen Leben halt nicht weit. Das kann man nämlich auf viele unterschiedliche Arten erreichen.

Das heißt, dass man die für sich optimale Methode selbst finden muss, indem man verschiedenste Ansätze testet und dabei auf das eigene Wohlbefinden achten muss. Außerdem soll die Abnehmmethode auch zum Lebensstil passen, damit es überhaupt funktionieren kann.

Dennoch wage ich zu behaupten, dass es Abnehmtipps gibt, die wirklich NIEMAND braucht. Und um diese Tipps geht es heute!

Auf die Idee für diesen Beitrag hat mich Freundin M. gebracht, die im Rahmen einer neuen Fitnessstudiomitgliedschaft ein Ernährungsberatungsgespräch dabei hatte. Glücklicherweise hat sich M. aufgrund einer Erkrankung schon viel mit Ernährung befasst und schnell erkannt, dass der „Berater“ nicht unbedingt die besten Tipps von sich gibt.
Entsetzt berichtete sie mir davon und ich kann dir die „Tipps“ einfach nicht vorenthalten, weil sie so doof sind.

M., Mutter einer kleinen Tochter, solle – so der „Berater“ – nur zwei Mahlzeiten am Tag essen. Am besten sei es, das Frühstück auch weg zu lassen. Für den Organismus sei es gesünder, nicht zu oft zu essen.
Warum ich von diesem „Ratschlag“ wenig halte, kannst du hier nachlesen. Mal abgesehen davon, dass es aus meiner Sicht ziemlich hart ist, sich den ganzen Tag um ein Kind zu kümmern, es zu füttern und dann nicht mitzuessen. Einerseits, weil ich die ganze Zeit Hunger hätte und energielos wäre, und andererseits weil Essen ein wichtiges soziales Ereignis und somit pädagogisch wertvoll ist. Ansonsten lernt die Kleine meiner Freundin genau eines: Mama will abnehmen, also isst sie nichts. Und später, wenn sie dann die ganzen Magermodels sieht und merkt, dass sie nicht so aussieht (so wie sonst auch niemand) und deshalb abnehmen will, isst sie einfach auch nichts. Hat sie ja so gelernt.

Ein weiterer Abnehmtipp des „Beraters“ war, keine Kohlenhydrate zu essen – außer Reis und Buchweizen, aber nur nach dem Training. Würde ich keine Kohlenhydrate essen, hätte ich ja nicht mal genügend Kraft, um Sport zu machen. Also was soll das bringen?

Tipp Nr. 3 hat mir besonders gut gefallen. Proteine soll M. nämlich laut ihres „Beraters“ nur in Shakeform zu sich nehmen. Die gibt es glücklicherweise grad im Fitnessstudio im Angebot. Was für ein Zufall… 😉
Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum jemand, der einfach gern ein wenig Sport in sein Leben integrieren möchte, und keine Profibodybuilderin werden will, nur Proteinshakes trinken sollte. Klar sind die Drinks manchmal praktisch und eine gute Ergänzung, wenn man das möchte. Aber ausschließlich? Wozu?

Nach diesen drei Tipps des Herrn „Beraters“ wüsste ich an M.s Stelle ehrlich gesagt nicht, was ich überhaupt essen soll. Proteine dürfen nur getrunken werden, Kohlenhydrate bitte auch weg lassen und am besten überhaupt nur einmal am Tag essen und sich so den Stoffwechsel verlangsamen und Heißhungerattacken verursachen. Hä?

Egal, ob man sich einfach gesund und nachhaltig ernähren möchte, um sich selbst etwas Gutes zu tun und sich respektvoll zu behandeln, oder weil man gerade nicht ganz so zufrieden ist und ein wenig Speck loswerden will… Ernährung ist ein unerlässlicher Teil unseres Lebens und sollte Spaß machen! Essen soll etwas Angenehmes sein und nicht zur Qual werden.

Aber ganz ehrlich… Der Mann kann vermutlich nichts dafür. Das Internet und diverse Frauenzeitschriften sind voll von Abnehmtipps, die zwar kurzfristig sicher Erfolge zeigen, langfristig aber nicht alltagstauglich sind. Ich mein, die wenigsten Menschen verzichten ihr Leben lang auf Kohlenhydrate…

Deshalb gibt es jetzt exklusiv für dich die acht blödesten Abnehmtipps. Oder: Wie du (vielleicht) kurzfristig abnimmst, um es dir später wieder drauf zu futtern!

  1. Lass jegliche Kohlenhydrate weg.
  2. Nimm Protein nur in Shakeform zu dir.
  3. Iss nur ein- oder zweimal am Tag.
  4. Nimm nur 1000 Kalorien pro Tag zu dir. Oder am besten überhaupt nur 500, das muss reichen.
  5. Iss einfach die Hälfte!
  6. Lauf einen Halbmarathon, dann nimmst du automatisch ab. Iss ansonsten, wie du willst.
  7. Einfach vegetarisch oder vegan ernähren, dann klappt es von selbst. Da kann man eh nichts Ungesundes essen. 😉
  8. Mach irgendeine Diät aus einer Frauenzeitschrift.

Mit diesen Tipps schaffst du es im Nu zur perfekten Jojo-Figur! 😉

Oder: Lass es bleiben! Sei du. Hab dich selbst gern. Und ernähr dich so, wie es für dich passt und wie du dich gut fühlst.

Hast du noch ein paar miese Abnehmtipps, von denen du mir erzählen möchtest? Dann hinterlass mir doch einen Kommentar! 🙂

One Reply to “8 Tipps zur perfekten Jojo-Figur!”

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