Das Jahr 2017 ist fast zu Ende. Es hatte – wie das nun mal in jedem Jahr ist – seine Höhen und Tiefen. Es ist viel Gutes und Schönes passiert, aber auch Negatives.

Die meisten Menschen lassen zu Silvester ihr letztes Jahr Revue passieren. Viele von ihnen erkennen dabei, dass sie nicht alles, was sie sich vorgenommen haben, geschafft haben – und sind dann enttäuscht. Deshalb schreiben sie Neujahrsvorsätze, weil „im nächsten Jahr muss alles besser werden“. Dabei ändert sich an Silvester nur eines automatisch: Die hinterste Ziffer bei der Jahreszahl. That’s it.
Wir stehen am Neujahrstag nicht auf und sind neue Menschen und alles ist super. Wir müssen daran arbeiten. Für die nötige Motivation sind Ziele natürlich ungemein wichtig . Warum sonst machen so viele Leute Neujahrsvorsätze? Um an etwas zu arbeiten, muss man aber nicht aufs neue Jahr warten. Das geht immer. 😉

Wenn man für wichtige Veränderungen einen besonderen Anlass braucht, ist es natürlich in Ordnung, solche Gelegenheiten zu nutzen. Für mich ist es auch schwer, mitten unter der Woche mit etwas Neuem – beispielsweise einem neuen Trainingsplan – zu beginnen, weshalb ich das schon nachvollziehen kann.

Das Problem, das ich mit Neujahrsvorsätzen habe, ist, dass mittlerweile eh schon jede_r weiß, dass man sich nicht lang dran hält. Das liegt aus meiner Sicht oft daran, dass sich die meisten Leute einfach zu viel auf einmal vornehmen. Mit dem Rauchen aufhören, abnehmen, mehr Sport machen, mehr mit Freund_innen machen und sich intensiver um die Familie kümmern – alles gleichzeitig. Das kann nicht funktionieren! Veränderungen passieren Schritt für Schritt – so wie es beim Laufen ja auch Schritt für Schritt voran geht.

Ich habe keine Neujahrsvorsätze. Natürlich habe ich Ideen, Wünsche und Träume für das kommende Jahr. Aber statt genaue Ziele zu setzen, befasse ich mich am Jahresende lieber damit, welche positiven Erlebnisse ich hatte. Ich möchte dankbar sein für all die schönen Gefühle und wunderbaren Momente. Um mich dabei ein wenig zu unterstützen, habe ich Anfang des Jahres ein Happy Jar angefangen. In diesem Glas habe ich all meine positiven Erlebnisse gesammelt.
Anfangs war ich sehr brav mit dem Notieren der Geschehnisse, im Laufe des Jahres bin ich aber immer fauler geworden. In den letzten zwei Monaten habe ich kaum etwas ins Glas geworfen, obwohl genug tolle Dinge passiert sind. Aber das ist ja eh oft so… Dennoch habe ich jetzt ein Glas mit lauter schönen Erinnerungen. Und all diese Zettel mit positiven Erlebnissen werde ich heute lesen und so ein spannendes, aufregendes, faszinierendes Jahr zu Ende gehen lassen.

Was ich am Ende des Jahres noch gerne mache: Mir mein Jahr in Zahlen zusammenfassen.
Nachdem ich keine Liste darüber führe, wie oft ich im Kino war, wie viele Bücher ich gelesen habe, wann ich wie viele Freund_innen getroffen habe etc. – wer schreibt schon alles mit? – nutze ich den Lebensbereich, in dem das Aufzeichnen leichter funktioniert: Sport!

Hier also mein sportliches Jahr:

391 gelaufene Kilometer

3 Laufbewerbe, davon ein Halbmarathon

1470 Minuten Yoga

1378 Minuten Krafttraining

1205 Minuten Poledance

218 Kilometer am Rad

110 Minuten Schwimmen

Ich möchte mit diesen Zahlen nicht angeben oder jemandem das Gefühl geben, zu wenig Sport gemacht zu haben. Insbesondere, wenn ich von einem Freund höre, dass er heuer fast 1000 Kilometer gelaufen ist. 😉
Es geht mir vielmehr darum, mir selbst zu zeigen, was ich alles erreicht habe. In den letzten Wochen hatte ich den Eindruck, zu wenig Sport gemacht zu haben – dann ist es umso schöner, sich die Zahlen anzuschauen. Denn auch wenn das Laufen in den letzten Monaten zu kurz gekommen ist, habe ich nach einem Blick auf diese Zahlen das Gefühl, dass es so passt und ich stolz sein kann.

Ich finde einfach, dass man sich ruhig selbst loben kann, wenn man etwas geschafft hat. Selbstlob ist toll! Deshalb stehen auch die 110 Minuten Schwimmen in meiner Aufzählung. Nicht, weil 70 Minuten Schwimmen total viel sind und ich damit Rekorde breche, sondern weil ich dabei eine Angst überwunden habe. Und das ist schön.

Also halte auch ruhig mal inne und überlege dir, was du alles in diesem Jahr geschafft, erlebt und gefühlt hast und sei stolz auf dich. Du hast es dir verdient!
Wenn du willst, kannst du mir per Kommentar, Facebook oder Instagram erzählen, worauf du in diesem Jahr besonders stolz bist. Ich würde mich sehr gerne mit dir freuen!

Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich auf nächstes Jahr! Denn es wird spannend. 😉

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