„Diving is fun!“ ist so ein klassischer Spruch unter Taucher_innen. Für mich gilt das ja nicht, wie du hier gerne nachlesen kannst. Obwohl ich es versucht habe, werde ich keine Taucherin und das ist in Ordnung. Was mich daran ärgert, ist, dass ich seit meinem Taucherlebnis aber auch Angst beim Schwimmen habe.

Ich war noch nie eine Wasserratte. Schwimmen kann ich zwar schon, aber sobald meine Nase unter Wasser kommt, werde ich panisch. Wenn man aber Schwimmen als Sport machen möchte, sollte man das drauf haben – sonst ist der Nacken beim Brustschwimmen zu beansprucht. Kraulen kann man ohne Nase unter Wasser sowieso vergessen.
Deshalb habe ich vor mittlerweile zwei Jahren begonnen, immer wieder Schwimmübungen zu machen und mich langsam an die Nase unter Wasser zu gewöhnen. Mein Trainer – besser bekannt als mein triathlonbegeisterter Verlobter P. – war sehr geduldig und so habe ich einige Fortschritte gemacht. Die Nase konnte unter Wasser und sogar Brustschwimmen mit Nase unter Wasser war möglich. Irgendwann habe ich dann aber aus Faulheit nicht mehr brav geübt. Und dann kam das Tauchen…

Seit unserer Ägyptenreise im Mai 2017 war ich nicht mehr schwimmen. Vor zwei Wochen hatte ich dann aber Lust, wieder zu schwimmen und das Problem mit der Nase zu trainieren. Doch im Pool des Fitnessstudios stehend zitterte ich am ganzen Körper und war richtig panisch, weil ich mit der Nase untertauchen sollte. Ich fühlte mich so sehr ans Tauchen erinnert und hatte wirklich Angst – obwohl ich natürlich wusste, dass mir eh nichts passieren kann.
P. bemerkte das natürlich und beruhigte mich. Er meinte, ich solle die Atemübungen beim Schwimmen wie beim Yoga angehen und eine Meditationsübung daraus machen. Und so ging es dann. Anfangs eher mit Schnappatmung, aber mit jedem Zug wurde es besser und fließender. Nach zehn Minuten hat es mir dann aber gereicht, weil mir meine Arme weh taten vom Krafttraining vorher. Ich fühlte mich aber gut und war stolz, weil ich es geschafft hatte, meine Panik zu überwinden. Viel Spaß hat es mir aber nicht gemacht…

Ein paar Tage später fuhr ich mit meinen Arbeitskolleg_innen in die Therme – die Schwimmbrille zur Sicherheit mit dabei. Am ersten Tag schwamm ich ein paar Mal hin und her und war froh, wieder aufzuhören. Ich wollte aber unbedingt üben und diesmal brav dran bleiben. Also stieg ich tags darauf wieder ins Sportbecken und schwamm meine Längen. Und da passierte es: Es machte Spaß! Mein anfänglicher Plan, nur ein bisschen hin und her zu schwimmen, um meine Nase an das Untertauchen zu gewöhnen, wurde schnell abgelöst von der Freude am Schwimmen. Also schwamm ich solange, bis mir meine Arme weh taten. Das dauerte natürlich nicht wahnsinnig lange, weil Schwimmen echt ordentlich auf die Arme geht und ich es noch nicht gewöhnt bin. Und auch die Yogaeinheit von in der Früh spürte ich ein wenig.

Dennoch: Ich hätte nie gedacht, dass mir Schwimmen so schnell Spaß machen könnte. Und zwar so sehr, dass ich mir sogar während des Schwimmens dachte, dass ich jetzt auch endlich mal einen Triathlon machen könnte. Einen kleinen. Das einzige, das mich bisher davon abgehalten hat, war das Schwimmen. Also mal schauen. 😉

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One Reply to “Angst vorm Ertrinken: Warum ich trotz Panik schwimme!”

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