Noch mehr Infos über die positiven Auswirkungen von Sport auf Sex. Yay!

Hier habe ich bereits über drei der vier Handlungen, die zu Erregung im Körper führen, erzählt: Rhythmus, Bewegungsraum und Atmung. Heute beschäftigen wir uns mit dem Beckenboden! Der ist so wichtig, dass er einen eigenen Post bekommt. 😉

Der Beckenboden ist sehr häufig ein unterschätzter und vernachlässigter Muskel. Er verläuft um die Genitalien – bei der Frau und beim Mann. Meistens spricht man nur über ihn, wenn Frauen über Rückbildungsübungen nach einer Geburt sprechen oder bei Inkontinenzproblemen. Dabei kann er noch viel mehr!

Frauen spüren ihren Beckenboden beispielsweise, wenn sie dringend aufs WC müssen und zurückhalten. Was sich da anspannt, ist der Beckenboden.

Auch Männer haben einen Beckenboden, auch wenn das viele Männer überrascht. Viel zu selten wird der männliche Beckenboden thematisiert, obwohl er eine sehr große Bedeutung hat – nicht nur beim Sex. Männer spüren ihn zum Beispiel, wenn sie… nun ja… mit ihrem Penis „winken“.

Es gibt Sportarten, bei denen der Beckenboden automatisch mitgestärkt wird, beispielsweise Yoga und Pilates, Schwimmen, Walken und Hulahoop. Auch beim Laufen wird der Beckenboden mittrainiert. Mit einem nicht angespannten Beckenboden laufen könnte nicht gut funktionieren.

Damit der Beckenboden stabil sein kann, muss auch die Beinmuskulatur stark sein. Und da sind Sportler_innen meist super dabei.

Ansonsten kann man den Beckenboden mit verschiedensten Übungen stärken. Hier eine Übung, die man im Alltag gut einbauen kann, weil man von außen ja nicht sieht, dass man gerade den Beckenboden trainiert:

Man setzt sich an die vorderste Kante eines Stuhls, die Beine sind im rechten Winkel. Die Füße stehen fest am Boden. Jetzt stellt man sich vor, eine Kirsche oder was auch immer in der Form in der Scheide bzw. im Anus zu haben. Nun stellt man sich vor, wie dieser kleine Gegenstand langsam wie mit einem Aufzug nach oben fährt. Ganz langsam. Wenn die Kirsche ganz oben angekommen bist, haltet man sie kurz oben. Anschließend fährt der Aufzug wieder ganz langsam nach unten, bis der Beckenboden wieder ganz entspannt ist. Die Übung wird mehrmals wiederholt.

Kleiner Tipp: Es ist ratsam, vorher die Blase zu entleeren, damit beim Entspannen nichts schief geht. 😉

Letzte Woche habe ich bereits die Übung „Beckenschaukel“ beschrieben, die alle Körperfunktionen für die Erregungsgestaltung des Körpers trainiert. Heute kommt der Beckenboden dazu, damit die Übung komplett ist.

Die Übung kann im Liegen, Sitzen und Stehen gemacht werden. Die Brust schiebt sich nach vorne. Dabei wird eingeatmet und der Beckenboden wird angespannt. Langsam, nicht ruckartig. Anschließend schiebt sich das Becken nach vorne. Dabei wird ausgeatmet und der Beckenboden entspannt. Dabei soll eine Wellenbewegung von Brust und Becken entstehen. Während der Übung kann wieder probiert werden, ob das Atmen durch die Nase oder den Mund angenehmer ist und mit dem Rhythmus variiert werden.

Weitere Beckenbodenübungen findest du zu Hauf im Internet. Meistens von Frauen vorgezeigt. Aber immer auch für Männer geeignet! Ab dem Sommer gibt es dazu mehr von mir. 😉

Alles in allem geht es bei „gutem“ Sex um eine gute Körperwahrnehmung. Seinen Körper zu spüren und zu kennen ist das Um und Auf!

Viel Spaß beim Ausprobieren und Üben! 😉

2 Replies to “Der Beckenboden: Der vernachlässigte Muskel.”

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