Wie ich hier bereits erzählt habe, gibt es vier Dinge, die zu Erregung beitragen. Kleine Auffrischung: Atmung, Rhythmus, Bewegungsräume und Beckenboden.

Heute erzähle ich dir von drei dieser vier Handlungen und welchen Einfluss Sport dabei hat.

Der Rhythmus

Der menschliche Körper ist wie ein wunderbares Klavier mit ganz vielen Tasten, aus denen diverse Töne kommen können. Man kann ganz langsam oder ganz schnell spielen – oder irgendwas dazwischen. Während eines Musikstückes können die Tempi variieren je nachdem, wie es gerade am schönsten passt. So ist es möglich, viel auszuprobieren. Es gibt Tage, da hat man mehr Lust auf langsame Stücke, dann möchte man lieber etwas Schnelles spielen. Oder man spezialisiert sich ausschließlich auf langsame oder schnelle Stücke, auch in Ordnung.

So ist das auch mit dem menschlichen Körper am Weg zur und während der Erregung. Welchen Rhythmus und welche Intensität gerade passen, kann man nur selbst bestimmen. Die Fähigkeit, den Rhythmus zu ändern und anzupassen, ist wichtig für „guten“ Sex und erlernbar.

Läufer_innen haben meist ein gutes Gespür für den Rhythmus, den ihr Körper gerade braucht. Beim Laufen muss man in sich selbst hinein spüren, um den richtigen „Flow“ zu finden. So kommt er dann ganz von selbst. Genau darum geht es auch beim Sex.

Der Bewegungsraum

Beim Sex braucht man das Becken, eh klar. Aber nicht nur das soll beim Sex mobil sein! Auch der Oberkörper darf sich bewegen und so den Raum einnehmen, den er braucht. Ein fließender Bewegungsablauf von Becken und Oberkörper ist dabei besonders wichtig. Man kann sich das ganze vorstellen wie Wellen, die den gesamten Oberkörper-Becken-Bereich durchfließen.

Hier eine kleine Übung, die man im Stehen, Liegen oder Sitzen probieren kann: Der Brustbereich wird nach vorne geschoben, während sich das Becken gleichzeitig zurück schiebt. Anschließend geht das Becken nach vorne und der Brustbereich zurück. Diese Abfolge wird fließend wiederholt. Dabei kann der Rhythmus immer wieder verändert werden.

Auch beim Laufen bewegen sich nicht nur die Beine, sondern der gesamte Körper ist mit dabei. Eine fließende Bewegungsabfolge beim Laufen bringt einen mit Sicherheit besser voran als die Schultern nach oben und die Brust so weit wie möglich nach hinten zu ziehen, während der Oberkörper sich so wenig wie möglich bewegt, oder?

Am Anfang jeder Trainingseinheit – egal welcher Sportart – sollte mobilisiert werden. Dabei werden die Gelenke, Bänder und Muskeln auf die bevorstehende Anstrengung vorbereitet. Durch Becken- und Brustkreise können genau die Bereiche aufgewärmt und mobilisiert werden, die ich oben bereits beschrieben habe und die beim Sex wichtig sind. Zusätzlich kann man eine liegende 8 zeichnen.

Je angenehmer und leichter die Bewegungen in Becken und Oberkörper sind, desto mobiler und fließender können sie auch beim Sex eingesetzt werden. Es macht also es Sinn, diese Regionen beim Mobilisieren und Dehnen mit einfließen zu lassen. Wer will schon vor dem Sex zum Mobilisieren und Aufwärmen beginnen? Deshalb besser gleich ins Training einbauen. 😀

Die Atmung

Wie man atmet, hängt meist davon ab, was man gerade macht. Wenn man dem Bus nachläuft, atmet man schneller als wenn man gemütlich auf dem Sofa sitzt – eh klar. Gleichzeitig kann man eine Tätigkeit durch die richtige Atmung beeinflussen.

Beim Sport beispielsweise achtet man oft besonders auf die Atmung. Sei es beim Krafttraining, um den Körper bei der Anstrengungsphase durch gezieltes Ausatmen zu unterstützen, oder beim Laufen im hohen Pulsbereich, indem man den Atem gezielt beruhigt, damit die Lunge nicht pfeift. Um nur zwei Beispiele zu nennen…

Beim Sex führen tiefe Atemzüge durch den Mund dazu, dass man innerlich mehr spürt. Aber natürlich muss auch der Atem den anderen Mechanismen angepasst werden. Ein schneller Rhythmus erfordert natürlich auch schnellere Atmung, sonst passt das ganze nicht mehr zusammen. Wie man die Atmung kontrolliert und angepasst anwenden kann, kann man ebenfalls trainieren.

Hier also eine Erweiterung der vorigen Übung: Während die Brust nach vorne geht, wird tief eingeatmet. Sobald das Becken nach vorne geht, wird ausgeatmet. Hierbei kann man ausprobieren, ob man Unterschiede zwischen Nasen- und Mundatmung spürt und wie es sich anfühlt, den Rhythmus zu variieren.

So, jetzt hast du aber genug gelesen für heute! Wenn nicht, dann besorg dir dieses Buch*. 🙂

 

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2 Replies to “Sexuelle Zufriedenheit: Rhythmus, Bewegung und Atmung!”

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