Mein letzter Eintrag ist etwas her. Der Grund dafür? Urlaub! Ich bin zurück aus meinem Strandurlaub und habe dir einiges zu erzählen. Und zwar, weil ich eine neue Sportart ausprobiert habe…

Wir machten einen Spontanurlaub in Ägypten. Wunderschönes Hotel direkt am Meer, All Inclusive. Normalerweise reise ich lieber herum und schaue mir das Land an. Aber ab und zu kann es auch nicht schaden, zur Ruhe zu kommen und zu faulenzen. Meine letzten Monate waren sehr stressig und fordernd.

Wenn ich Spontanurlaub schreibe, meine ich es auch genauso. Ich habe noch nie eine weiter entfernte Reise zwei Wochen vor Abflug gebucht, aber als uns Freund_innen erzählten, sie würden zu viert (zwei Pärchen) nach Ägypten auf Tauchurlaub fliegen, hängten wir uns an. Mein Partner P. hat vor Jahren den Tauchschein gemacht und war seit unserer Beziehung – also seit sechs Jahren – nicht tauchen. Ich kann nicht tauchen und für ihn ergab es sich seither nicht. Da kam uns die Reise sehr gelegen. Er hatte jemanden, mit dem er die Tauchgänge machen konnte und auf den er vertraute. Tauchen ist keine ungefährliche Sportart, weshalb man immer mit einem Buddy taucht. Mein Plan war es, am Strand zu liegen, zu lesen, zu essen und einen Schnuppertauchgang zu machen.

Nach meinem Schnuppertauchgang entschied ich jedoch spontan, auch den Tauchschein zu machen. Der wäre sich in vier Tagen gut ausgegangen. Dazwischen noch Theorie lernen. Also alles kein Problem. Könnte man meinen…

Beim ersten Tauchgang im Pool machten wir gleich Übungen. In Wahrheit geht es darum, zu lernen, wie man nicht stirbt, falls mal was schief geht. Da hat alles super geklappt. Nur das Fluten der Maske war für mich nicht einfach. Ich kann zwar schwimmen, aber eine richtige Wasserratte war ich nie. Mit dem Kopf unter Wasser geht nur mit Nase zuhalten. Umso gruseliger ist es dann, wenn du absichtlich Wasser in die Maske lässt und es dann mit der Nase „ausblasen“ sollst. Aber gut, nach dem fünften Versuch hat es funktioniert. Der Spaßtauchgang am Nachmittag war ohne Übungen und hat viel Spaß gemacht. Ich habe eine Schildkröte und hübsche bunte Fische gesehen. Mit Meerestieren kenn ich mich nicht so aus, wie man vielleicht merkt. 😉

Am nächsten Tag machten wir weitere Übungen im Meer. Diesmal mussten wir die Maske ganz abnehmen, wieder aufsetzen und ausblasen. Da ging es los… Ich bekam auf zwei Metern unter Wasser Panik, stieg schnell auf und bekam plötzlich wahnsinnige Kopfschmerzen. Trotzdem versuchte ich es erneut. Auch beim zweiten Mal ging es nicht besser und die Kopfschmerzen wurden unerträglich. Also brach ich den Tauchgang ab und schwamm mit einem Guide Richtung Land. Noch bevor ich die letzten zwei Meter aus dem Meer geschafft habe, kotzte ich ruhmreich neben allen Tourist_innen ins Meer… Einfach super! Danach lag ich erstmal eine Stunde flach und hoffte, dass die Kopfschmerzen vergehen würden. Taten sie auch. Nachdem es mir wieder besser ging, probierte ich es am Nachmittag erneut mit dem Tauchen und es war alles in Ordnung. Also hakte ich das Problem vom Vormittag als Panikattacke ab.

Bis zum Nächsten Vormittag… Da übte ich am Ende des Tauchgangs alleine mit dem Guide das Maske abnehmen. Diesmal auf einem Meter, also sehr sehr seicht. Wieder bekam ich nach dem ersten Mal Kopfschmerzen. Wieder übergab ich mich – diesmal glücklicherweise nicht ins Meer. Wenigstens etwas… Damit war das Tauchen für mich abgehakt. Könnte man meinen…

Am Tag darauf machte ich alleine einen Strandtag, weil die restliche Gruppe tauchen war. Am Nachmittag besuchte ich die Leute von der Tauchbasis und sie meinten, ich könnte einen „kleineren“ Tauchschein machen. Falls du dich da bissi auskennst: Statt Open Water Diver könnte ich den Scuba Diver machen. Dazu müsste ich nur noch einmal tauchen und die einfachere Version der Maskenübung machen. Also fluten, aber nicht ganz abnehmen. Schlau wie ich bin, sagte ich zu. Ich hatte mich so geärgert, Zeit investiert zu haben und nichts davon zu haben. Ich war richtig traurig, gescheitert zu sein. Also entschied ich, diese Variante zu machen – damit ich wenigstens irgendetwas von meinen Mühen habe. Fehler…

Am Abend ging ich mit meinem Partner P. in den Pool üben. Maske fluten, ausblasen, fertig. Doch gleich beim ersten Mal kam der Kopfschmerz wieder. Diesmal blieb er aber im Gegensatz zu den anderen beiden Malen nicht nur eine Stunde, sondern 14 Stunden. Die Medikamente blieben auch nie lang genug drinnen, um Wirkung zeigen zu können. Damit war dann klar, dass ich definitiv keinen Tauchgang mehr machen werde.

Mir hat das Tauchen prinzipiell Spaß gemacht und wenn ich diese Probleme nicht gehabt hätte, würde ich sicher öfter mal tauchen gehen. Mit Fischis und Schildkröten schwimmen hat schon was. Und die Ruhe unter Wasser ist etwas ganz Besonderes. Aber manchmal ist es besser, aufzugeben. Seinem Körper zuliebe. Hätte ich gewusst, wie das ganze endet, hätte ich es gleich nach dem ersten Kopfschmerzanfall bleiben lassen. Dennoch habe ich sehr viel gelernt – über das Meer, das Tauchen und mich.

Außerdem bin ich vermutlich einer von wenigen Menschen, der nach einem All Inclusive Urlaub mit überaus gutem Essen schlanker nach Hause kommt als beim Wegfahren… Und das nicht, weil Tauchen eine anstrengende Sportart ist, die in einer Stunde angeblich 450 Kalorien verbrennt. 😉

Trotzdem hier noch ein paar Fotos von meinem Tauchabenteuer. Aufgenommen am Nachmittag nach dem Kotzanfall im Meer:

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2 Replies to “Vom Tauchen… Auch mal eine Erfahrung!”

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