Ich hab es geschafft! Und nicht nur das… Es war super! Mein erster Halbmarathon in 2:45:04 ist vollbracht. 🙂

Die Woche des VCM hat ja vom Wetter her alles geboten: Sonne, Schnee, Hagel, Regel, Sturm. Am Wettkampftag selbst hatte es zwischen 7 und 11 Grad, Sonne, Wolken und starken Wind. Der Wind war zwar teilweise ausbremsend und nervig, aber ansonsten hÀtten die Bedingungen kaum besser sein können. Und es ging ja nicht durchgehend Wind.

Am Vortag hat es noch sehr nach Regen ausgesehen, weshalb ich mir beim Startnummer abholen im Messezentrum noch schnell eine dĂŒnne Regenjacke gegönnt hab. Dank Messerabatt war sie dann auch nicht mehr sooo teuer. Im Endeffekt hab ich sie dann aber gar nicht gebraucht. Das nĂ€chste Mal vielleicht. 😉

Ich habe lange gegrĂŒbelt, was ich anziehen soll. Eben wegen Wind, möglichem Regen und so weiter. Letztendlich habe ich mich fĂŒr eine kurze Hose, ein TrĂ€gerunterhemd, ein langes Leiberl, Laufschal und Laufstirnband entschieden. Beim langen Leiberl hab ich darauf geachtet, dass es weit genug ist, um die Ärmel hochzugeben, falls es doch wĂ€rmer wird. Das war auch gut so! Im Wind hab ich die Ärmel runter gegeben, in der Sonne rauf. Ich habe es tatsĂ€chlich geschafft, mich optimal anzuziehen. Das ist fĂŒr mich wirklich eine Leistung.

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Vor dem Lauf musste ich natĂŒrlich noch aufs Klo. Also verbrachte ich die letzten 30 Minuten vor meinem ersten Halbmarathon in der Klo-Schlange. Meinen Startblock habe ich so ziehen lassen und einen anderen, spĂ€teren genommen. Den letzten, um genau zu sein. Das hat dazu gefĂŒhrt, dass ich viel Platz hatte, um zu laufen – war echt super. Dadurch war ich aber auch ganz kurz mal die Letzte. Und zwar wirklich. Hinter mir fuhr das Fahrzeug, das das symbolisierte. Aber ich war nicht lange Letzte, weil ich eben auch in einem Startblock war, wo es einige LĂ€ufer_innen gab, die den Halbmarathon womöglich weniger ernst genommen haben. Anders kann ich es mir nicht erklĂ€ren, dass manche schon nach 300 Metern zum Gehen und Videos mit dem Handy machen angefangen haben. Das machte es mir aber umso leichter, meine 8er-Pace am ersten Kilometer problemlos zu halten. Ich wollte den Fehler vom Laufen Hilft! nicht wiederholen und ging es sehr gemĂŒtlich an. Dank der ewiglangen Klo-Schlange hatte ich nĂ€mlich auch kaum Zeit zum Mobilisieren und Einlaufen. Das musste sehr flott erledigt werden. Umso wichtiger war es dann, den ersten Kilometer wirklich langsam zu laufen. Aber es hat dank des Startblocks gut geklappt!

Die ersten 10 Kilometer war alles wirklich toll. Ich dachte mir die ganze Zeit, wie super es ist, einen Halbmarathon zu laufen, und dass ich unbedingt wieder einen laufen muss. Bei Kilometer 18 habe ich darĂŒber geschmunzelt, wie naiv ich „damals“ (also vor 8 Kilometern) war. Da setzten dann die Schmerzen in den Beinen so richtig ein. Aber im normalen Maß und somit aushaltbar. Kilometer 18 bis 20 geht es leicht bergab, aber das „laufen lassen“ hab ich dann nicht mehr so zusammenbekommen, wie ich es gern gehabt hĂ€tte und wie es die Zuschauer_innen am Rand gerufen haben. 😀

Apropos „laufen lassen“… Eine Dixiklo-Pause musste ich mir dann leider doch gönnen. Etwa bei Kilometer 13. Es war unumgĂ€nglich… Aus NervositĂ€t habe ich im Startblock noch fast einen halben Liter Wasser getrunken. Dabei habe ich davor extra darauf geachtet, nicht zu viel zu trinken, damit ich nicht aufs Klo muss. Tja, dafĂŒr gibt es ja die Klos am Rand der Strecke. Und ich war bei weitem nicht die Einzige. Manchmal gab es Schlangen vor den Klos. Die Ruhe hĂ€tte ich nicht gehabt…

Ich habe wĂ€hrend des gesamten Laufes 3 Gels zu mir genommen und bei zwei der vier möglichen Verpflegungsstation Gatorade und Wasser getrunken. 3 Gels zu nehmen kam mir vor dem Lauf noch ĂŒbertrieben vor, sie waren dann aber notwendig. Trotz Carboloading die gesamte Tapering-Woche hindurch habe ich die Energie gebraucht. Außerdem dachte ich mir „Na wenn ich schon die 3 Gels mitschleppe, kann ich sie ja auch nehmen.“. Am Vortag habe ich mir von meinem favorisierten Gel-Hersteller noch spezielle Gels gekauft, die mit Wasser verdĂŒnnt sind. Damit ich nicht von den Verpflegungsstellen auf der Strecke abhĂ€ngig war… Die waren aus meiner Sicht nĂ€mlich suboptimal platziert, und zwar bei 4,9km, 9,5km, 15km und 20km. Mein erstes Gel brauche ich nĂ€mlich immer bei Kilometer 7. Deshalb waren die Wasser-Gels echt super!

Was noch super war, war mein Support-Team. Die sind nĂ€mlich teilweise durch die halbe Stadt gefahren, um mich an verschiedenen Orten anzufeuern. Oder haben aus Angst, mich zu verpassen, stundenlang mit einem riesen, rosa Glitzer-Schild aus meinem Namen auf mich gewartet. Das Schild war so groß, dass ich es schon von Weitem gesehen habe. Was toll war, weil ich da gerade ein Motivationstief hatte und ein StĂŒck gegangen bin. Dann habe ich aber von Weitem das Schild gesehen und wieder zum Laufen begonnen. Danke, F. fĂŒr das tolle Schild und dass du neben mir hergelaufen bist!

Als Dank fĂŒr meine wunderbaren Supporter_innen gab es nach dem Lauf bei mir zu Hause noch WĂŒrstlparty! Freundin M. brachte eine superleckere Torte extra fĂŒr mich, P. und E., die ebenfalls mitgelaufen sind, mit.

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Alles in allem war mein erster Halbmarathon großartig. Das wĂ€re er sicher nicht gewesen ohne meine Trainerin Dani, die mich mit ihren TrainingsplĂ€nen ĂŒberhaupt so weit bekommen hat, meinen Partner P., der mich motiviert und unterstĂŒtzt hat, und mein wunderbares Support-Team! Danke danke danke!

 

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7 Replies to “Gut gelaufen! So war mein erster Halbmarathon.”

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