So heißen sie, meine Laufschuhe. Unkreative Namen, ich weiß. Aber in meiner Lauf-App konnte man seine Schuhe benennen und mir ist nichts Besseres eingefallen. Jaja, muss man ja nicht machen, ich weiß. Ich gebe aber nunmal Gegenständen gerne Namen. Besonders so wichtigen wie meinen Laufschuhen. 😉

Wie du vielleicht schon in anderen Einträgen gemerkt hast, sind mir Laufschuhe sehr wichtig. Nicht, weil ich eine Frau bin und wir halt Schuhe mögen. Ich mag schlichtweg meine Gelenke und Füße. Das war aber nicht immer so…

In meiner Laufanfangszeit war ich mit meinen uralten, supergünstigen Discounter-Sportschuhen laufen. Profil? Was ist das? Die waren wirklich alt und ausgelatscht. Aber mir war es damals egal. Hat ja funktioniert, das Laufen. Erst als P. meinte, dass das nicht gesund ist und er sowieso auch neue Schuhe kaufen wolle, ließ ich mich herab, diese fancy Teile zu testen.

Wir entschieden uns für den kleinen Laufshop einer Bekannten in Wien. Dort gibt es super Beratung inklusive Laufanalyse. Und man hat das Gefühl, dass die Mitarbeiter_innen dort wirklich wissen, wovon sie reden, weil sie selbst auch laufen. Und so gingen wir sehr zufrieden mit unseren neuen Laufschuhen heim. An diesem Tag lernte ich so einiges. Und zwar, dass so ein gscheiter Schuh ur bequem ist und dem Fuß und dem Bewegungsapparat richtig gut tut. Dafür zahlt man halt auch zwischen 100 und 200 Euro – je nach Modell halt. Keine Ahnung, ob es auch teurere gibt. Die schienen bisher nicht notwendig zu sein für mich.

Beim ersten Mal laufen mit den neuen Schuhen war für mich schnell klar, dass der Kauf die richtige Entscheidung und jeder Euro es wert war. Es fühlte sich an, als liefe ich auf Wolken! Das ist halt eine Grundsatzdiskussion unter Läufer_innen: Viel oder wenig Dämpfung – was ist besser? Mir ist das egal, ich steh eher auf die weicheren Schuhe. Andere Läufer_innen sehen das anders und würden am liebsten ganz ohne laufen – oder tun es auch. Aber da hat ja jede_r andere Ansprüche und Wünsche. Außerdem kann sich der Geschmack ja im Laufe der Zeit ändern.

Eine weitere Grundsatzfrage ist, wann man die Laufschuhe tauschen sollte. Manche meinen, nach 800 gelaufenen Kilometern ist es Zeit für neue Schuhe. Mir kommt diese Zahl schon sehr gering vor, weshalb ich einen Komplott der Laufschuhhersteller_innen vermute. Andere laufen so lange, bis die Füße unten durch kommen. Ich schaue – auf Anraten meiner Bekannten im Laufshop -, dass ich mir bei etwa 1200 gelaufenen Kilometern neue Schuhe zulege. Die alten werden dann zu Gatschschuhen oder so umgewandelt. Um nicht mitrechnen zu müssen, gibt es in diversen Lauf-Apps mittlerweile ein Feature, das das für dich übernimmt. So behält man einen guten Überblick und kann seinen Schuhen offiziell einen Namen geben.

Meine ersten gscheiten Laufschuhe blieben damals ohne Namen – meine Prioritäten haben sich seither wohl verändert… Ich hatte sie etwa zwei Jahre im aktiven Laufdienst. Mein zweites Paar hab ich jetzt seit einem halben Jahr. Nachdem sie jetzt schon 500km drauf haben, habe ich mir jetzt ein weiteres Paar geholt. Die Verkäuferin meines Vertrauens meinte zwar ehrlicherweise, dass sie es nicht unbedingt notwendig findet, mehrere Laufschuhe abzuwechseln, aber jetzt war ich schon mal dort… Also habe ich mir gleich mal eine neue Marke gegönnt. Den Horizont erweitern, neue Sachen probieren und so… Jetzt besitze ich also zwei Saucony und der Neuling in der Runde ist von Brooks. Der Praxistest hat mich bisher sehr zufrieden gestimmt.

Wie sieht so ein Laufschuhkauf im Fachhandel aus? Ich gehe mit meinen alten Laufschuhen hin. Die Profis sehen am Profil genau, wie man läuft und was man für einen stabilen, guten Schuh benötigt. Anschließend wird abgeklärt, welche Distanzen man sich so vorgenommen hat, damit der Schuh die richtige Größe bekommt. Da wird meine eh schon große 42 zu einer Schlauchboot-43 oder noch mehr. Die Füße werden nämlich beim Laufen größer und man will ja keine Blasen haben! Oder mit den Zehen irgendwo anstehen. Ist einmal die richtige Schuhvariante gewählt, werden mehrere Schuhe getestet. Und dann heißt es ab aufs Laufband zur Videoanalyse! Dort wird nochmal genau geschaut, ob der Fuß im Schuh gut aufgehoben ist. Wenn nicht, dann wird weitergetestet.

Ich gehe wie bereits erwähnt gerne in ein- und dasselbe Geschäft. Es ist klein, aber sehr fein. Ich war noch nie in einem dieser großen Runningstores, weil ich bei den letzten Schuhkäufen so zufrieden war, dass es für mich keinen Anlass gab, zu wechseln. Preislich ist es nämlich vollkommen egal! Und wenn man einem kleinen Unternehmen, das es schon lange gibt, dabei helfen kann, trotz der immer größer werdenden Konkurrenz am Markt zu bestehen, wieso eigentlich nicht? Das darf aber natürlich jede_r für sich selbst entscheiden. Hauptsache, du bestellst sie beim ersten Mal nicht einfach irgendwo im Internet und hoffst, dass sie dann eh passen. Also teste ruhig mal die verschiedenen Laufschuhgeschäfte und lass dich gut beraten. Und dann erzähl mir ruhig davon. 🙂

Oder hast du eh schon totaaaal oft Laufschuhe gekauft und hast Tipps für mich? Ich freu mich immer über neue Infos. 🙂

Hier noch ein Foto meines „Fuhrparkes“:

IMG_20170309_083859499.jpg

Related Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: