Was macht man, wenn man ein ganzes Wochenende Seminar hat und auch die restliche Woche keine Zeit für einen Dauerlauf hat? Richtig! Man packt die Laufsachen ein und läuft vom Seminar nach Hause! Zumindest hab ich das so gemacht…

Natürlich ist so etwas eine logistische Herausforderung ohne Auto und erfordert Planung. Und genügend Kleidung… Am Samstag und Sonntag habe ich mich deshalb wie ein Packesel gefühlt. Erst musste ich natürlich das Laufzeug zum Seminar mitschleppen. Meinen Fahrschein hatte ich beim Laufen dabei, damit ich am nächsten Tag nicht schwarz fahren muss. Am nächsten Tag fuhr ich dann vollbepackt mit meiner Kleidung vom Vortag (inklusive Stiefel und Winterjacken) nach Hause. Also mit 2 Sackerl und einem zum Bersten vollen Rucksack. Und jetzt die wichtigste Frage: Hat es sich ausgezahlt? Und wie!

Der 14km-Lauf vom Wiener Stadtrand zu mir nach Hause war einfach wahnsinnig super. Erstens, weil es gut tut, sich nach einem sehr sitzlastigen Tag noch etwas auszupowern. Zweitens, weil es einen einfach schneller macht, wenn man nach Hause will. Und drittens, weil ich mal eine andere Laufstrecke gelaufen bin. Diese führte nämlich durch die halbe Stadt. Ein Teil davon verlief den Donaukanal entlang. Ein kurzes Stück davon ist die Laufstrecke, auf der ich meine Ich-Hab-Ein-Schlechtes-Gewissen-Läufe während meiner Jugend absolvierte. Back to the roots quasi. Jetzt weiß ich, wie verdammt kurz ich damals immer gelaufen bin. 😉

Ein Teil der Strecke führte über den Ring, was leider viele Ampeln bedeutet und – nachdem ich zu faul bin, meine Uhr zu stoppen – meine Pace verfälscht hat. Aber das macht nichts! Es geht ja nicht immer um die Zeit. Ich habe sehr viele neue Eindrücke bekommen, neue Routen ausprobiert, an meiner Lauftechnik gearbeitet und habe meinen Fehler vom Laufen hilft! wieder gut machen, indem ich so losgelaufen bin, dass meine Beine problemlos durchgehalten haben. Ich hatte am nächsten Tag nicht mal einen Muskelkater in den Beinen!

Apropos Lauftechnik: Meine Trainerin Dani hat mich darauf hingewiesen, dass ich meinen Oberkörper nach vorne beugen soll. Scheinbar beuge ich mich nach hinten und bremse mich so aus. Gut zu wissen! Darauf hab ich dann am Samstag besonders geachtet und es ging wirklich viel besser. Es ist zwar noch ungewohnt und fühlt sich manchmal so an, als würde ich nach vorne stolpern, aber nachdem es ja offenbar sinnvoll ist, bleib ich dran. 🙂

 

 

 

 

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