Ich kann mich noch an die ersten Male erinnern, als ich laufen war. Ich zog mir meine uralte Jogginghose – ein Erbstück meiner Mutter – an, schnappte mir eine riesige, ausgewaschene Weste, meinen einzigen Sport-BH und irgendein Leiberl und schlüpfte in meine ausgelatschten Turnschuhe aus grauer Vorzeit. So lief ich lange herum. Und es funktionierte. Bis auf die Laufschuhe bin ich immer noch davon überzeugt davon, dass man nicht unbedingt das teuerste Equipment braucht, um laufen zu können. Das kommt natürlich auf den Laufumfang und noch einiges mehr an.

Dennoch ist meine Sportbekleidungsabteilung im Kasten in den vergangenen Jahren ungemein gewachsen. Wie gesagt… Es war nicht immer nötig, aber jedes Mal sehr willkommen. Mittlerweile ist das ganze zu einer ausgewachsenen Sportbekleidungssucht mit besonderem Fokus auf Sport-BHs herangewachsen. Dafür kauf ich aber viel im Abverkauf oder im Angebot eines gewissen für seinen Kaffee bekannten Geschäftes mit Onlineshop.

Aus jahrelanger Erfahrung kann ich behaupten, dass es schon ein paar Dinge gibt, die das Laufen erleichtern:

Laufschuhe

Wenn du deine Gelenke magst, kauf dir ordentliche Laufschuhe. Wenn du deine Füße auch gut leiden kannst, nimm die richtige Größe. Und weil das so ein wichtiges Thema ist, werde ich bald mal einen eigenen Eintrag darüber posten!

Sport-BH

Bist du eine Frau? Dann rate ich dir zu einem ordentlichen, stabilen Sport-BH. Ohne geht es aus meiner Sicht nicht. Die gibt es in jeder Größe, Form und Farbe. Probier dich einfach mal durch. Das heißt auch, in der Umkleidekabine herumzuhüpfen. Die Dinger sind wirklich wichtig – unseren Brüsten zuliebe! Das Gewackel der Brüste, das durchaus weh tun kann, brauch ich beim Laufen nicht. Die meisten anderen Frauen auch nicht. Wenn der Sport-BH richtig sitzt, merkst du während des Laufens gar nicht, dass du überhaupt Brüste hast. So toll Brüste auch sind und so sehr wir sie schätzen: Beim Laufen wünschen sie sich Stabilität.

Thermokleidung

Oke, jetzt wird es ja langsam Frühling. Juhu! Aber irgendwann kommt er vermutlich wieder, der Winter. Also kannst du ruhig mal im Abverkauf schauen, ob du dich für den nächsten Winter rüsten kannst. Solltest du nämlich wie ich auch bei kalten Temperaturen laufen, wirst du um wärmendes Laufgewand nicht herum kommen. Natürlich kann man auch so viele Schichten diverser Kleidung anziehen, bis man nicht mehr friert. Meistens kann man sich dann aber nicht mehr wahnsinnig gut bewegen, was beim Laufen durchaus wichtig ist. Deshalb setze ich auf Thermokleidung für oben herum und als Hose. Auch Schals, Hauben und Handschuhe gibt es speziell für Läufer_innen. Ich hab alles davon, glaube aber auch, dass man als Hobbyläufer_in auch mit normalem Zeug gut unterwegs ist.

Natürlich kann man beim Laufen noch einiges mehr an Equipment kaufen… Vieles davon ist geil, es geht aber auch ohne. Auch wenn ich viiiiel davon habe.

  • Eine Stirnlampe, falls man im Dunkeln läuft und nicht gegen Bäume knallen möchte. Oder reflektierende Kleidung, ebenfalls für die Dunkelheit und besonders gut, um nicht überfahren zu werden. Sicher von Vorteil. Ich laufe aber so gut wie nie abends…
  • Laufsocken sind auch nicht schlecht. Ich bin zwar sehr lange ohne ausgekommen, sie sind aber schon sehr praktisch. Sie liegen gut an, sind aus einem Material, das schneller trocknet, und man bekommt keine Blasen. Aber es geht sicher auch ohne.
  • Ein Gurt, um Sachen einzustecken. Gibt es auch für Wasserflaschen. Ich bin allerdings kein Fan davon. Bei mir rutschen die immer hin und her, egal, wie ich sie einstelle. Aber das ist bei jeder Person anders und ist einen Versuch wert, wenn man sowas möchte. Das Problem bei Frauenlaufbekleidung ist nämlich, dass sie oft keine Taschen hat. Und wer will schon den Schlüssel in der Hand herumschleppen?
  • Eine Laufuhr zählt für mich mittlerweile zum absoluten Muss. Meine hat die Pulsmessung im Handgelenk, weil ich diese Brustgurte nicht mag. Ich liebe das Teil! Ich weiß aber auch, dass es anders geht, und dass es auch Läufer_innen gibt, denen die Kilometer und die Zeit vollkommen egal sind. Für Fahrtenspiel und Intervallläufe geht es aber wirklich nicht ohne irgendeine Art von Laufuhr oder Handy-App.

Und worauf schwörst du beim Laufen?

One Reply to “Am Anfang war die Schlabberhose: Was man zum Laufen wirklich braucht!”

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