Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber immer wenn ich erzähle, dass ich für einen Halbmarathon trainiere, bekomme ich dieselbe Frage: „Warum nur?“. Wobei das jetzt die Kurzfassung ist. Manchmal ist es auch ein „Bist du verrückt?“ oder ein „Du spinnst ja!“ oder ein „Wieso will man sowas denn bitte machen?“.

Hier erfährst du, wie mein sportlicher Werdegang so verlaufen ist. Und dabei habe ich auch erwähnt, wann die Idee mit dem Halbmarathon entstanden ist. Aber wie genau ich darauf gekommen bin, habe ich dir vorenthalten. Das will ich heute nachholen!

Also… Während ich erste sportliche Ambitionen entwickelte, wurde mein Partner P. zu einer kleinen Sportskanone. Ihm war „nur“ Laufen nicht genug, deshalb musste ein Triathlon her. Das heißt: Schwimmen, Radfahren, Laufen. Ja, am Stück. Aus heutiger Sicht für mich noch immer unvorstellbar, weil ich beim Schwimmen mehr Plansche als schwimme. Rad fahre ich am liebsten im Ich-Schau-Mir-Die-Gegend-An-Bummeltempo.

P. hatte mit dem Schwimmen gar kein Problem, war er doch in seiner Schulzeit Schwimmer. Das Radfahren bot eine super Ausrede, um sich ein teures Rennrad zu kaufen. Mittlerweile weiß ich, was so ein Teil kosten kann. Da war P. eh noch vernünftigt. Damals hielt ich ihn allerdings für irre… Naja, und laufen gingen wir beide gemeinsam. Eine Zeit lang zumindest. Es ist nämlich so, dass ich konstant und ohne längere Pausen trainiere, während P. immer wieder Wochen ohne Training hat. Aber selbst wenn er längere Pausen macht, holt er mich recht schnell wieder ein und überholt mich dann… Frechheit eigentlich.

Während ich Lauf- und Krafttraining machte, trainierte P. für seine Triathlons. Für seinen ersten Triathlon war er genau drei Mal in der Woche des Wettkampfes laufen, was ja genau gar nichts bringt. Außer vielleicht fürs schlechte Gewissen. Ich glaub, aus dem Fehler hat er gelernt. Aber immerhin hat er überlebt, also was soll’s. 😀

Irgendwann kam dann P.s erster Halbmarathon. Und dann noch einer. Dann folgte der Ironman 70.3., also Halbdistanz eines Ironman. Genauer gesagt: 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren, 21km Laufen. Ich war meistens bewundernd und anfeuernd bei den Wettkämpfen dabei. Selbst einen Triathlon zu absolvieren wäre aus obig genanntem Schwimmproblem nichts für mich. Die Idee, einen Halbmarathon zu laufen faszinierte mich aber schon sehr. Beim Laufen war ich zwar dran, aber allein die Vorstellung, 21km am Stück zu laufen, brachte mir Übelkeit. Ich war nach 10km schon fix und fertig!

Doch dann bekam ich ein Buch einer Hobbyläuferin* in die Hände. Ihre Biografie erinnerte mich teilweise an mich. Sie lief zwar schon als Kind gerne – im Gegensatz zu mir – aber in der Pubertät ging es bei ihr mit dem Sport ähnlich unsportlich und faul zu. In ihrem Buch beschrieb sie ihren Einstieg ins Laufen und ihren Weg zum ersten Marathon. Nicht Halbmarathon, sondern Marathon! Beim Lesen dachte ich mir immer öfter „He, wenn die einen Marathon laufen kann, schaff ich den halben doch auch.“. So entwickelte sich die Faszination für Halbmarathons zur konkreten Idee, es selbst auch zu machen. Ich besprach meine Idee mit P., der toll zuhören und Ratschläge erteilen kann. Seine Reaktion: Ein allwissendes Grinsen. Er hat nämlich schon darauf gewartet, dass ich mal mit so einer Idee ankomme. Und so war es beschlossen.

Um das ganze ordentlich anzugehen, nahm ich mir meine Trainerin Dani, die mich seither unterstützt.

Also warum ein Halbmarathon? Was antworte ich auf das ewige „Warum nur?“? Hier ist meine Antwort: Weil ich es kann.

 

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13 Replies to “Halbmarathon! Warum nur?”

  1. „Warum nur?“ Was für eine seltsame Frage! 😉 Ich wundere mich gerade, warum mich das noch keiner gefragt hat. Wenn ich erzähle, dass ich einen Halbmarathon gelaufen bin, kommt nur immer „Wieviele km waren das noch mal?“ Natürlich immer von denselben Personen.^^
    LG Katja

    1. Interessant! Dazu hab ich zwei Theorien: 1. Mein Umfeld ist unsportlichen als deines und deshalb ist für sie ein Halbmarathon unvorstellbar. Oder 2. Mein Umfeld hält mich für unsportlich, weshalb sie sich nicht vorstellen können, dass ICH einen Halbmarathon laufe. Vielleicht ist es auch eine Mischung aus beidem. In Wahrheit eh egal. Ich mach es ja sowieso. 😉 Mich irritiert nur gerade noch mehr, dass sogar mein Hausarzt mit Sportdiplom dasselbe gefragt hat… 😀

      1. Nee, mit sportlichem Umfeld ist es nicht so weit her. Glaube, viele interessiert es auch einfach nicht besonders und sie haken (Halb)Marathon unter „bekloppt“ ab und gut. 😉 Moment… WIE LANG war ein Marathon doch gleich noch mal?
        Meine Theorie: Die haben alle keine Ahnung! Ein Nicht-Läufer kann das auch nicht verstehen, glaube ich. Wir MÜSSEN einfach laufen… Und 10 km sind dann halt irgendwann zu kurz. 🙂
        In diesem Sinne: Weiterhin viel Erfolg mit deiner HM-Vorbereitung!

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